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Leier ist Burgenlands bestes Familienunternehmen

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von Hans Pleininger | 19.05.2008 | 01:35

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Leier ist Burgenlands bestes Familienunternehmen

Der familiengeführte Konzern hat früh die Haustüre in den Osten geöffnet. Die erfolgreiche Leier Gruppe ist heute in sechs Ländern mit Werken aufgestellt.

WB/Foltin

Das Leier-Chef-Trio auf ihrem Erfolgsweg (v.li.): Friedrich Ebner, Michael Leier, Anton Putz. Von Horitschon aus dirigieren sie

Zitiert

Friedrich Ebner, Geschäftsführer

Die Leier Gruppe hat ein breites Fundament. Das macht uns nicht angreifbar

Zitiert

Michael Leier, Gründer

Wir können am Tisch viele Meinungen haben. Aber wenn wir aufstehen, haben wir eine Meinung

Mit dem Wissen und Elan eines kleinen Spar-Kaufmanns legte der Burgenländer Michael Leier 1970 in Horitschon den Grundstein einer Betonsteinproduktion - und baute später mit Hilfe seiner beiden Schwiegersöhne Friedrich Ebner und Anton Putz ein ansehnliches Haus. Schritt weise hat sich die Leier Gruppe ausgebreitet, ab 1985 Risiko genommen, als noch keiner vom Osten gesprochen hat, und richtig kalkuliert. Zuerst in Ungarn, dann in Polen. Vor vier Jahren folgte der Markteinstieg in der Slowakei, dann in Rumänien und jüngst in Kroatien.

Die Selbstsicherheit der Chefs, der Fleiß und das frühzeitige Erkennen der Chance Osteuropa ließen so Burgenlands bestes Familienunternehmen in fast 40 Jahren auf 30 Standorte in sechs Ländern wachsen.

2000 Mitarbeiter und 143 Millionen € Umsatz zählt die Leier Gruppe schon. Seinen Werten bleibt der Firmenchef auch mit dieser Größe und Internationalität treu: "Wir sind ein Familienbetrieb und wollen das auch bleiben." Für die Begehrlichkeiten ganz großer Konzerne, die immer wieder auf die schöne und erfolgreiche Braut aus dem Mittelburgenland Blicke richten, hat Leier nicht viel übrig: "Für uns ist es nicht wichtig, der größte zu sein, sondern sich jeden Tag in den Spiegel zu schauen."

Handschlagqualität zeichnet die Leiers in der Branche aus. Und auch intern sind sich die drei Chefs, trotz ihrer Unterschiedlichkeit, einig: "Wir können am Tisch viele Meinungen haben, aber wenn wir aufstehen, haben wir eine Meinung", sagt Leier. Und Schwiegersohn Putz ergänzt: "Die Unterschiedlichkeit unserer Charaktere ist natürlich ein gutes Korrektiv für eventuell entstehende Betriebsblindheit."

Die Leier Gruppe hat ein breites Fundament - sie produzieren vom Betonblock bis zum Fertigteil alles -, das macht sie nicht angreifbar. Und trotz ihres Erfolgs hat Burgenlands bester Familienbetrieb noch viel vor: "In den bestehenden Märkten gibt es noch eine Fülle von Möglichkeiten für uns, die wir noch ausschöpfen können, wie aber auch in neuen Märkten", sagt Friedrich Ebner. Die Entwicklung müsse aber Step by Step gehen, nicht überhastet.

Und die Leiers haben immer die Philosophie gehabt, die Erfolge bescheiden anzunehmen: "Man muss sehen, dass man die Erfolge nur in Zusammenarbeit mit den Menschen, unseren Mitarbeitern, schaffen kann", sagt Putz. "Nur so wird man seine Demut behalten und die Erfolge schätzen können - und auf Sicht weiter Erfolge haben."

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