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Dialog-backdrop Auf dem Wiener Büromarkt ist Grün die Modefarbe der SaisonImmobilien. Green Buildings, Blue Buildings, DGNB, LEED Platin: Kein einziges neues Bürohaus, das nicht nach Nachhaltigkeitsstandards zertifiziert wird. Wien. Im Wohnbau setzen nur wenige Entwickler auf Nachhaltigkeit. Nicht so bei Büros: Alle neuen Bürobauten, die heuer in Wien fertig werden, sind Green Buildings -und auch die meisten Sanierungen (siehe Tabelle). Bei den Neubauten wird laut Wirtschafts-Blatt-Informationen überall eine Zertifizierung nach einem der vielen Standards wie DGNB, ÖGNI oder LEED angestrebt. Das Green Worx in der Lassallestraße in Wien-Leopoldstadt ist sogar Wiens erstes Bürohaus, das die internationale Höchstnote LEED Platin erhalten soll. Von einem gemütlichen Entwicklungstempo kann dabei keine Rede sein, der Wandel ging in Wien viel schneller als an anderen Top-Bürostandorten in Europa: Erst vor zwei Jahren wurde das Rivergate als erstes Bürohaus Österreichs mit LEED Gold ausgezeichnet. Dass Nachhaltigkeit nicht automatisch Vollvermietung bedeutet, weiß Investor Signa am besten -im Rivergate herrschten lange Leerstände. Dennoch geht der Trend zu Grün in Wien weiter, auch kommende Megaprojekte wie "Lände 3" sollen in der internationalen Nachhaltigkeits-Topliga mitspielen. "Wir entwickeln kein Gebäude ohne Zertifizierung mehr", sagt Bruno Ettenauer, CEO des Entwicklers CA Immo. "Green Building ist für uns kein Selbstzweck, sondern eine Zusatzinvestition, die wieder zurückkommt." Im gesamten Lebenszyklus eines heute gebauten Hauses komme der Punkt, an dem nur Green Buildings nachgefragt werden, auch wenn das heute noch nicht immer der Fall sei. Megatrend Öko-Bauten "Green Buildings sind ein Megatrend", sagt Andreas Ridder, Österreich-Chef des internationalen Maklers CBRE. "Eigentlich ist heute ,Green' schon wichtiger als die Lage." In Wien seien viele internationale Konzerne heute auf der Suche nach neuen, besseren Bürostandorten -und die Konzernvorgabe laute meistens, nachhaltige Bauten zu bevorzugen. "Dann fliegt in der ersten Runde alles raus, was nicht grün ist", so Ridder. Höhere Mieten können in zertifizierten Häusern zwar nicht immer verlangt werden -am Wiener Büromarkt sind derzeit die Mieter im Vorteil, der Leerstand ist hoch. Doch einen Teil der zusätzlich anfallenden Baukosten für die höhere Qualität können sich die Investoren zurückholen, weil sie auch bei gleich hohen Bruttomieten weniger für Betriebskosten abführen müssen. Alexandra Ehrenberger, Büromarktexpertin des Maklers EHL, sieht einen langfristigen Trend hin zu nachhaltigen Büros. Bei Zertifizierungen rät sie den Entwicklern, auf den international verbreiteten Standard LEED oder den österreichischen ÖGNI zu setzen -je nachdem, ob der potenzielle Mieter international oder inländisch ist.
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