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Chinesen können bei deutscher Sunways einsteigen

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31.01.2012 | 15:53

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Chinesen können bei deutscher Sunways einsteigen

Solarbranche. Das deutsche Kartellamt hat die Pläne des chinesischen Solarriesen LDK zur Übernahme der Konstanzer Sunways genehmigt. Nach einer kapitalerhöhungen soll wird LDK, wie bereits gemeldet, ein Drittel an Sunways halten. Ein freiwilliges Übernahmeangebot soll zudem folgen.

Die Behörde teilte am Dienstag auf ihrer Internetseite mit, das Vorhaben sei am 30. Jänner genehmigt worden. Sunways hatte Anfang des Jahres eine Kapitalerhöhung angekündigt, die ausschließlich von LDK gezeichnet werden kann. Nach Abschluss dieser Transaktion wird die chinesische Firma ein Drittel der Sunways-Anteile halten. Für Ende Jänner wurde ein freiwilliges Übernahmeangebot an die übrigen Sunways-Eigner in Aussicht gestellt.
Im Boomjahr 2010 setzte Sunways mit rund 340 Mitarbeitern 22,7 Mio. Euro um und verdiente netto 9,3 Mio. Euro. In den ersten neun Monaten 2011 brach der Umsatz indes um die Hälfte ein und die Firma rutschte in die rote Zahlen.

Die Solarbranche ächzt seit längerem unter dem Preisverfall infolge massiver Überkapazitäten - vor allem befeuert durch die asiatische Konkurrenz. Derzeit ist die langerwartete Konsolidierung in vollem Gange. Nach den Übernahmen von Aleo Solar und Ersol durch den Industriekonzern Bosch, von Roth & Rau durch die Schweizer Meyer Burger rücken nun immer stärker Insolvenzen in den Vordergrund. Solarpionier Solon meldete ebenso wie Kraftwerksentwickler Solar Millennium Insolvenz an. Auch beim Solarkonzern Q-Cells spitzt sich die Lage zu: Der Vorstand musste zuletzt einräumen, eine für Ende Februar fällige Anleihe nicht in voller Höhe bedienen zu können. Er strebt nun mit den Gläubigern eine Einigung über eine mindestens teilweise Stundung an. Sollte dies nicht gelingen, könnten weitere Anleihen fällig gestellt werden. Die Forderungen betragen insgesamt rund 580 Mio. Euro.

(Reuters/ekh)

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