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Hochtief setzt auf Bau von Windparks

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07.02.2012 | 17:29

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Hochtief setzt auf Bau von Windparks

Der Bauriese Hochtief verfolgt erstmals konkrete Pläne zum Ausbau des Zukunftsgeschäfts mit Windkraftanlagen. Gemeinsam mit einem Partner soll ein 560 MW Nordsee-Windpark realisiert werden.

EPA

Der Essener Konzern wolle zusammen mit dem Finanzinvestor Ventizz Capital einen Windpark in der Nordsee planen und entwickeln, sagte ein Sprecher des Essener Konzerns am Dienstag. Ventizz sieht das Projekt als "Startschuss" für eine Zusammenarbeit mit Hochtief. Die Investmentgesellschaft wolle ihre Expertise im Bereich der Finanzierung in die Kooperation einbringen, sagte Ventizz-Vorstand Willi Mannheims.
Der Windpark mit dem Namen "Nautilus II" soll rund 80 Windenergieanlagen mit einer Nennleistung von bis zu sieben Megawatt je Anlage umfassen - damit könnte sich eine Nennleistung von bis zu 560 Megawatt ergeben. Die Anlage soll rund 180 Kilometer nordwestlich von Helgoland entstehen. Mit einer Genehmigung der Behörden für das Projekt wird im kommenden Jahr gerechnet. Ventizz hatte die Rechte an dem geplanten Windpark im vergangenen Jahr von dem Projektentwickler PNE Wind erworben. Die Pläne von Ventizz und Hochtief sind bereits beim Kartellamt zur Prüfung angemeldet.

Die Bundesregierung setzt im Rahmen der Energiewende auch auf Windkraftanlagen im Meer. Auch die Energieriesen E.ON und RWE setzen auf Windparks in der Nordsee. E.ON plant vor Amrum eine Anlage mit einer Leistung von 288 Megawatt, die rund 300.000 Haushalte mit Strom versorgen soll. RWE will 30 Kilometer vor Helgoland einen Windpark mit einer Leistung von 295 Megawatt in die Nordsee bauen.

Expertise auch im Mutterkonzern

Hochtief-Chef Frank Stieler setzt auf die Energiewende in der Bundesrepublik. Der Konzern stehe bereit, Stromtrassen durch Deutschland oder auch Windräder auf hoher See zu errichten, hatte Stieler angekündigt. Für die Energiewende müssen in den kommenden Jahren Stromleitungen für Milliarden-Summen gebaut werden. Unter anderem muss der in Norddeutschland gewonnene Strom aus Windkraft in den Süden der Republik geleitet werden. Hochtief hatte bereits ein Gemeinschaftsunternehmen mit einer auf den Bau von Stromleitungen spezialisierten Tochtergesellschaft des spanischen Mehrheitseigners ACS gegründet, um neue Strom-Trassen errichten zu können. Bei der Windkraft selbst will Hochtief auch Planung und Logistik für die Anlagen in Angriff nehmen. Langfristige Investments mit hoher Kapitalbindung plant Stieler dabei indes nicht - die Anlagen dürften langfristig veräußert werden.

(Reuters/ekh)

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