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Mit geballter Energie für mehr Wirtschaftlichkeit

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von Petra Spescha | 25.01.2012 | 22:56

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Mit geballter Energie für mehr Wirtschaftlichkeit

Green Economy. Denkstatt und Enertec treten gemeinsam als Energieberater auf und wollen Osteuropas Produktion effizienter machen.

WB/Foltin

Christian Plas und Thomas Ebner (v.r.) wollen mit ihrem neuen Joint Venture heuer 600.000 € erwirtschaften

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Kleine Schritte, große Wirkung
Kleine Schritte, große Wirkung
Wien. „Österreichs Haushalte verbrauchen jedes Jahr unnötig Strom im Wert von über 650 Millionen €. Das sind mehr als 20 Prozent des heimischen Haushaltsstromverbrauchs, die durch einfachste Maßnahmen eingespart werden könnten“, sagt Hildegard Aichberger, Geschäftsführerin des WWF Österreich.

Mit LED-Leuchten statt Glühbirnen spart man etwa rund 4,3 Prozent der Stromkosten. Geräte auszuschalten, statt sie im Stand-by-Modus laufen zu lassen, bringt weitere 5,2 Prozent Ersparnis. Energieeffiziente Haushaltsgeräte reduzieren die Haushaltskosten um weitere zwölf Prozent.

Wer wissen möchte, ob seine Haushaltsgeräte Stromfresser sind, kann das mit der neuen Ratgeber-App der WWF Climate Group oder auf www.energieferien.at schnell herausfinden.

Die österreichische Stromspar-Initiative ist eine Plattform österreichischer Unternehmen, die es sich zum Ziel gesetzt haben, ihre CO2-Emissionen innerhalb von drei Jahren um 15 Prozent zu senken und zur Bewusstseinsbildung beizutragen.

Wien. Der Trend zum Ressourcensparen beschert heimischen Energie- und Umweltberatern regen Zulauf. Die Wiener Beratungsagentur Denkstatt und der steirische Energietechnik-Experte Enertec haben deshalb ihre Kräfte gebündelt. Mit ihrem Joint Venture gehören die beiden Unternehmen jetzt zu den größten heimischen Energie- und Umweltberatern Österreichs. Zusammen erwirtschafteten die rund 80 Mitarbeiter beider Firmen in ganz Europa im Jahr 2011 sechs Millionen €.

Wider die Krise

Denkstatt-Chef Christian Plas und Enertec-Geschäftsführer Thomas Ebner wollen sich mit der Kooperation breiter aufstellen und damit krisenresistenter werden. „Wenn die Leute kein Geld zum Investieren haben, haben sie Zeit zum Optimieren von Bestands­systemen. Wenn die Wirtschaft besser läuft, wird wieder gebaut. Entweder ist der eine Bereich stärker oder der andere“, sagt Enertec-Chef Ebner. Derweil spüren beide Unternehmen freilich noch nichts von einer nahenden Krise, im Gegenteil: Das Geschäft brummt. „Es ist ganz eigenartig. Es geht momentan wirklich gut“, sagt Denkstatt-Boss Plas. Plas und Ebner erwarten sich für ihre Unternehmen ein Umsatzplus im zweistelligen Bereich. Das Joint Venture soll bereits im ersten Jahr 500.000 bis 600.000 € erwirtschaften.

Wachstum im Osten

Vor allem in Zentral- und Südosteuropa wollen Denkstatt und Enertec ihre neu gewonnen Synergien nutzen. Potenzial ortet Plas in Serbien, Rumänien, Bulgarien und der Slowakei. Dort seien die Themen Abfallmanagement und Energieeffizienz im Kommen. Mittelfristig hat er mit dem Joint Venture auch die Türkei im Auge. Und auch Ebner ist interessiert: „Die Türkei boomt gewaltig. Sie hat ganz starke Baufirmen und Anlagenbauer. Da ist ordentlich Power dahinter.“

Ein Engagement im Wachstumsmarkt China oder in den USA ist für die beiden Umweltberater derzeit kein Thema. Ebner will sich stattdessen auf Branchen wie die Papierindustrie spezialisieren, in denen eine gesicherte Energieversorgung wichtig ist.

Aus alt mach grün

Von den heimischen Politikern fordern die beiden Energieexperten ein Umdenken. Vor allem die undurchsichtige Fördersituation ist Ebner ein Dorn im Auge: „Es ist ein furchtbarer Dschungel, wo mehr Politik als Sinn betrieben wird.“ Plas ergänzt: „Wir sollten davon wegkommen, alles und jeden zu fördern.“
Stattdessen fordern sie eine bessere Preisgestaltung und Verteilung der Mittel. Ebner: „Vermeiden ist besser als ­optimieren. Deshalb sollten sämtliche Fördermaßnahmen in die Altbausanierung gesteckt werden.“

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