Solarzulieferer Meyer Burger mit gemischten Zahlen
Solarbranche. Der Umsatz konnte durch Zukäufe deutlich gesteigert werden, die Gewinnzahlen sind dagegen auf tahlfahrt. Bei der neuen Tochter Roth & Rau müssen 200 Mitarbeiter gehen.
Der deutsche Solarindustriezulieferer Meyer Burger hat im Geschäftsjahr 2011 laut vorläufigen Zahlen den Umsatz um die Hälfte auf 1,3 Mrd. Franken (1,1 Mrd. Euro) gesteigert. Darin enthalten sind Anteile der mehrheitlich übernommenen deutschen Roth & Rau.
Für Roth & Rau wurde am Vorabend ein Restrukturierungsprogramm angekündigt, bei dem die Belegschaft von 1.350 auf unter 1.150 Mitarbeiter reduziert werden soll. Von derzeit 26 Tochtergesellschaften sollen nur noch 12 Gesellschaften im Konzern bleiben. Der Umsatz bei Roth & Rau ist um 27 Prozent auf 208 Mio. Euro eingebrochen, der Betriebsverlust beträgt 107 Mio. Euro.
Beim Konzernergebnis rechnet Meyer Burger darum für 2011 mit einem "deutlich tieferen" Gewinn als im Vorjahr. Die Gewinnzahlen werden am 22. März publiziert.
Auf den Betriebsgewinn Ebitda (Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen) haben die Resultate von Roth & Rau nur einen geringen Einfluss.
Aus heutiger Sicht sei für 2011 mit einem Ergebnis auf konsolidierter Basis in der Größenordnung von 275 Mio. Franken zu rechnen, heißt es in der Mitteilung. Beim EBIT (Gewinn vor Zinsen und Steuern) dürfte sich ein negativer Konsolidierungseffekt von 110 Mio. Franken ergeben.
(APA/sda)
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