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Dialog-backdrop Türkei stoppt Immoverkauf an AusländerDie Regierung in Antalya greift hart durch. Die türkische Regierung hat per Runderlass den Verkauf von Häusern und Wohnungen an Ausländer bis auf weiteres gestoppt. Wie lange das Verbot in Kraft bleiben soll, ist unklar. Mehr als 70.000 Ausländer, darunter rund 10.000 Deutsche und 15.000 Briten und auch einige hundert Österreicher, hatten sich in den vergangenen Jahren ein Häuschen irgendwo an den türkischen Sonnenküste von Izmir Die Kemalistenpartei CHP hatte im Jänner ein Verfassungsgerichtsurteil gegen den Immobilienverkauf an Ausländer erwirkt. Finanzminister Kemal Unakitan versprach eine rasche Lösung, doch blieb am Donnerstag unklar, wie lange es dauern wird, bevor die Makler in Antalya wieder ihre ausländischen Kunden bedienen dürfen. Für die türkische Wirtschaft könnte dieses Urteil noch viel verheerendere Folgen haben als die Entscheidung gegen die Häuslbauer in Antalya. In den vergangenen Jahren haben viele ausländische Firmen in der Türkei kräftig investiert. Der Scheich von Dubai will auf einem von ihm gekauften Grundstück in Istanbul einen milliardenschweren Komplex aus Wohnungen, Büros und Einkaufszentren errichten. An diesem Wochenende will die Firma des US-Unternehmers Donald Trump ihre Pläne für einen "Trump Tower" in Istanbul vorstellen. Wenn die Regierung in Ankara nicht bald handelt, um die Auflagen der jüngsten Verfassungsentscheidung zu erfüllen, drohen schwere Konsequenzen, warnt der türkische Verband der Auslandsinvestoren. Das Ziel, in diesem Jahr mehr als 20 Mrd. US-Dollar (12,56 Mrd. €) an ausländischen Investitionen ins Land zu bringen, sei in Gefahr, erklärte der Verband kürzlich.
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