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Dialog-backdrop US-Makler sehen Licht am Ende des TunnelsDer Preisverfall am US-Immobilienmarkt geht ungebremst weiter. Die Makler glauben aber erste Hoffnungsschimmer am Horizont zu erkennen. Jetzt hängt alles von der Psyche der Käufer ab. FactsWeshalb die Geier kreisenAl Bader, Makler im Großraum Miami/Ft. Lauderdale/Palm Beach im US-Bundesstaat Florida, berichtet von einem Anstieg seiner Verkäufe im Februar um 50 Prozent. Die Preise für Eigentumswohnungen und Einfamilienhäuser in der Region sind laut Bader im vergangenen halben Jahr nochmals um 10 bis 15 Prozent gefallen. "Mehr als die Hälfte der Verkäufe sind Bank-Owned, das heißt vollständig von der Bank zwangsvollstreckt", sagt Bader zum WirtschaftsBlatt.
Die Nachfrage kommt vor allem aus dem Ausland. "Die amerikanischen Käufer sind zum großen Teil abwesend, weil es immer noch schwierig ist, eine Hypothek zu landen." Von anderen Gebieten in Florida wie Cape Coral/ Ft.Myers und auch Orlando gibt es aber schlechte Nachrichten. Bader: "Ich war in den letzten Wochen an der Westküste unterwegs und habe nicht nur viele, viele Häuser zum Verkauf gesehen, sondern auch das Umfeld, wie Restaurants und Ladenlokale in Shoppingcentern, scheint schwer zu leiden." Nachsatz: "Aber, wie meine schmunzelnden Kunden zugeben: Da, wo eine Leiche liegt, kommen die Geier." 100 Dollar statt 13 Millionen Dollar: Der Preisverfall am US-Immobilienmarkt ist extrem - aber was Richard Fuld, Ex-Chef von Lehman Brothers, für seine Nobelvilla in Florida verlangt hat, war doch etwas extrem. Der vielkritisierte Ex-Banker hat das Luxus-Anwesen seiner eigenen Frau angeblich zum Schnäppchenpreis verkauft. Wusste Fuld etwa, dass die Preise so massiv fallen würden? Oder wollte Fuld vor den Prozessen gegen ihn bloß die Schäfchen ins Trockene bringen? Wie auch immer - er wird's verkraften. Anderen Hausbesitzern ging es da weit weniger gut. Täglich trudeln neue Schreckensbotschaften ein: * Die Anträge auf Zwangsvollstreckung sind 2008 um 80 Prozent auf 2,3 Millionen Fälle gestiegen. Heuer soll es nochmals um 18 Prozent mehr geben. * Der Wertverlust der privaten US-Immobilien soll 3300 Milliarden Dollar betragen, hat Immo-Dienstleister Zillow errechnet. * Im vierten Quartal 08 sind die Preise bei Wohnimmobilien nochmals um 18,2 Prozent gefallen. * Die Zahl der schwebenden (noch nicht abgeschlossenen) Hausverkäufe ist im Jänner erneut stark gesunken (minus 7,7 Prozent zum Vorjahr). Doch schon bald soll es aufwärts gehen, versprechen die Experten, etwa die Makler-Vereinigung "National Association of Realtors". Ihre Hoffnung ruht auf der Politik: US-Präsident Barack Obama will Hausbesitzern mit bis zu 275 Millionen Dollar unter die Arme greifen. Obwohl der dreigeteilte Plan, der u.a. einen Fonds vorsieht, von Experten als kompliziert angesehen wird, geht es vor allem um die Psyche: Erst wenn potenzielle Käufer wieder Mut haben und sich auch offensiver um Hypotheken bewerben, kann der Immomarkt wieder belebt werden. Die Rating-Agentur Moody's rechnet mit einer Stabilisierung der Preise bis Jahresende; andere Experten glauben sogar an eine Trendumkehr im Sommer. Inzwischen sind die Immo-Darlehen dank der historich niedrigen Leitzinsen so attraktiv, dass die Wahl zwischen Mieten und Kaufen leicht fällt. Jetzt ist nur die Frage, ob Käufer lieber auf noch weiter fallende Preise warten oder endlich zuschlagen. Auf diesen Moment warten nicht nur Makler, sondern die Weltwirtschaft: Denn geht's der US-Immobranche besser, geht's auch den Banken besser. Der von der US-Regierung beschlossene Steuerrabatt in Höhe von 8000 Dollar für US-Bürger, die noch heuer ein Haus kaufen, sollte die Branche jedenfalls ankurbeln. Der in Florida tätige Makler Al Bader (www.internationalbrokersrealty.com) sagt: "Wir hoffen auf ein baldiges Ende der Bankenkrise, um US-Käufer zu mobilisieren." Bis dahin werde gelten: "Cash is King" - zumindest bis sich der Hypothekenmarkt etwas lockert. Charts und Grafiken im IMMOBILIENkompakt vom 06.03. mehr Immobilien…
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