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Immo-Branche ist gegen Steuerpläne

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von Andre Exner | 19.01.2012 | 00:32

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Immo-Branche ist gegen Steuerpläne

Immobilien. Im Zuge des Sparpakets wird eine Umwiderungssteuer angedacht sowie das Aus der Spekulationsfrist.

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ÖVI-Präsident Holzapfel will keine neuen Steuern

Facts

Mietrecht neu
Der ÖVI fordert, das Mietrecht zu reformieren. Die Richtwerte sollen abgeschafft, das komplizierte System der Zuschläge zum Richtwert eliminiert werden -das soll für Mieter wie Vermieter Transparenz schaffen und die Investitionslust der Vermieter steigern. Der ÖVI geht auch auf die Forderung der Arbeiterkammer ein, dass Vermieter Grundsteuer und Versicherungen tragen sollen.

Wien. Im Vorfeld des Sparpakets zeichnet sich bereits ab, dass auf die Immobilienbranche Änderungen zukommen. Während die seit Längerem geplante Erhöhung der Einheitswerte politisch schwer durchsetzbar ist, erscheinen das Aus für die zehnjährige Spekulationsfrist und die Einführung einer Umwidmungssteuer realistischer. Ersteres würde vor allem Private, Zweiteres Unternehmen treffen.

"Die Abschaffung der Spekulationsfrist wäre widersinnig: Da will man, dass die Leute mehr privat vorsorgen, und bestraft sie, wenn sie das über den Kauf einer Vorsorgewohnung machen", sagt Anton Holzapfel, Geschäftsführer des Verbands der Immobilientreuhänder (ÖVI). Würde man die Inflation abgelten, wären zudem die Einnahmen gering: Kauft man eine Wohnung um 155.000 €und verkauft sie nach 20 Jahren um 300.000 €, bleiben nach drei Prozent Inflation p.a. nur 20.000 € an Gewinn über, den der Fiskus besteuern kann.

Die Umwidmungssteuer für Grundstücke, die bei der Umwidmung von Grün-in Bauland anfallen soll, würde gerade Häuslbauer hart treffen, so Holzapfel: "Die haben bereits heute hohe Aufschließungskosten zu tragen."

Auf Mieter umwälzen

Viele Branchenplayer, die namentlich nicht genannt werden wollten, kündigen auf WirtschaftsBlatt-Anfrage bereits an, eventuelle neue Steuern so gut es geht auf ihre privaten oder gewerblichen Mieter umzuwälzen. Oder direkt auf den Staat: "Bisher haben wir oft Millionen beispielsweise für neue öffentliche Straßen ausgegeben, um unsere Projekte aufzuwerten. Wenn die Umwidmungssteuer kommt, kann das die jeweilige Gemeinde selbst zahlen", kündigt ein Entwickler an, der jährlich Projekte im Wert von Hunderten Millionen € in Österreich umsetzt.

Bruno Ettenauer, CEO der CA Immo AG, warnt davor, Investoren zu vergraulen. "Gegen sachgerechte Steuern, die Teil eines durchdachten Gesamtpaketes sind, haben wir aber nichts", sagt er. Er hat eigene Vorschläge -etwa die Besteuerung von Immobilien an ihre CO2-Emissionen zu knüpfen.

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1 Kommentar

In einer Branche, in der...

... offensichtlich Anlegerbetrug an oberster Stelle gereiht zu sein scheint, wehrt man sich gegen Steuerpläne ? Bisweilen amüsieren die Vertreter dieser Zunft schon in beachtlicher Weise...

Von Gast: Gast: aberaber am 19.01.2012 um 10:45

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