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"kredit.de" ist Deutschlands teuerste Domain

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von Roland B. Seper | 10.11.2008 | 15:03

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"kredit.de" ist Deutschlands teuerste Domain

Angesichts der globalen Finanzkrise sind nicht nur Kredite heiß begehrt. Auch die Internet-Domain dieses Namens sorgt für einen Rekord.

colourbox/RBS

Inmitten der weltweiten Finanzkrise hat die Internet-Adresse www.kredit.de mit 892.000 Euro den bisher höchsten Preis erzielt, der je für eine Domain mit dem deutschen Länderkürzel ".de" gezahlt wurde.

Sedo.de, eine der führenden Handelsplattformen für Domains, die den Verkauf vermittelt hat, verzeichnete als bisher teuerste Domainverkäufe mit der deutschen Länderendung "chat.de" (320.000 Euro), "arbeitsmarkt.de" (200.000 Euro) und "suchmaschinenoptimierung.de" (84.000 Euro).

Der neue Inhaber der derzeit sicherlich viel besuchten Internet-Adresse kredit.de ist "Unister Media GmbH" aus Leipzig, die die Domain für unabhängige Verbraucherinformation bezüglich Finanzierungen nutzt. Das Angebot umfasst neben allgemeinen Informationen zu Darlehen auch einen umfangreichen Kreditrechner.

Die besucherträchtige kredit.de ist bei Unister in bester Gesellschaft: Der Plattformbetreiber unterhält bereits so namhafte Domains wie geld.de, auto.de, preisvergleich.de, reisen.de und news.de.

Verkauft wurde kredit.de von der Abacho AG, die mit MyHammer den europaweit größten Handelsplatz für handwerkliche Dienstleistungen betreibt.

14 Millionen Dollar für Sex

Abseits der deutschen Kennung liegt der Spitzenpreis für eine verkaufte Domain derzeit bei rund 14 Millionen Dollar. Für diesen - geschätzten - Betrag wechselte im Jahre 2006 die Domain "sex.com" den Besitzer. Heuer wurde für rund 10 Millionen Dollar "fund.com" veräußert, im Vorjahr "porn.com" für rund 9,5 Millionen Dollar.

Auf den Rängen folgen "diamond.com" (7,5 Millionen Dollar, 2006), "business.com" (7,5 Millionen Dollar, 1999), "beer.com" (7 Millionen Dollar, 1999) und "casino.com" (5,5 Millionen Dollar, 2003).

Heiß begehrte Nr. 1

Ein wesentlicher Grund, wieso Internet-Domains solche Preise erzielen können, ist Teil der Funktionalität der Internet-Suchmaschinen wie Google, Yahoo & Co: Diese errechnen die "Relevanz" einer Homepage - neben teils unzähligen anderen Kriterien - nicht zuletzt anhand der Adresse (Domain). Je relevanter die Seite aus Sicht der Suchmaschine für die jeweilige Suchabfrage erscheint, desto höher oben scheint die Seite in den Ergebnissen auf.

Bei Google beispielsweise liegt der Anteil der User, die dem ersten angeführten Link folgen, bei deutlich über 30 Prozent. Platz 2 erhält nur noch 10-15 Prozent der Clicks. Einen Blick auf die zweite Ergebnisseite werfen gar nur noch rund 5 Prozent der Suchenden.

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