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Wiener hinken den Deutschen im Web hinterher

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von Stefan Mey | 21.09.2009 | 10:20

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Wiener hinken den Deutschen im Web hinterher

Berlin bewirbt sich mit „.berlin“ im Frühjahr um eine eigene Top-Level-Domain - Wien hingegen macht nichts

beigestellt

dotzon-Gründer Dirk Krischenowski

Eigentlich kommt Dirk Krischenowski aus der Pharma-Branche. Aber seine Liebe zu Berlin hat ihn dazu veranlasst, die dotzom GmbH zu gründen und sich dafür einzusetzen, dass die deutsche Hauptstadt ihre eigene Top-Level-Domain (TLD) „.berlin" bekommt. „Berlin kann die Identität im Web mehr denn je brauchen", sagt er.


Es gibt mehr als 13 Millionen .de-Domains, alle guten Domain-Namen unter .de oder .com sind bereits vergeben. Somit hat die Berliner Landesregierung zugestimmt, sich Anfang 2010 für die TLD zu bewerben. Ab dann können Regionen und Städte sich für ihre eigene Domain-Endung bewerben, ebenso wie Unternehmen - etwa .nokia oder .ebay - oder Interessierte an generischen Endungen wie .horse oder .ski.

Billig ist das nicht: Alleine das Einreichen kostet 185.000$. Das Dokument mit den Bedingungen ist 130 Seiten dick; Businessplan, finanzielle Stabilität, technische und juristische Bedingungen werden gefordert. Aber laut Krischenowski zahlt sich die Investition aus: Erstens sei es ein wichtiger Punkt für die Identifikation der Bürger mit ihrer Stadt, zweitens dienen Adressen wie www.kultur.berlin dem Stadtmarketing. Und drittens sorgt es für Wertschöpfung, weil KMU mit einem starken regionalen Bezug gefördert werden: Wer eine Pizza in Berlin bestellen will, surft dann auf pizza.berlin statt auf pizza.com.

Österreich hinkt den Deutschen hinterher: Laut Richard Wein, Geschäftsführer von nic.at, gab es mit der Stadtverwaltung Wien zwar erste Gespräche und Gehversuche - eine bewerbungsfertige Organisation gibt es aber nicht. Laut Wein eine verschenkte Chance: „Wenn man bedenkt, was in Hochglanzbroschüren und Werbung investiert wird, dann ist eine eigene TLD günstiger und vor allem nachhaltiger."

Anders als in manchen Medien kolportiert wird es vorerst übrigens nicht möglich sein, die TLD „.österreich" zu registrieren - denn Umlaute sind für die neuen TLDs vorerst nicht vorgesehen. Eigene TLDs in kyrillischer Schrift für den russischen Markt und in Mandarin für China wird es aller Voraussicht nach aber schon geben.


Grund: Die Russen drohen, ansonsten eine eigene Internet-Root einzurichten und sich folglich vom restlichen World Wide Web abzukapseln - russische Websites können von uns dann nur noch mit hohem technischen Aufwand angesurft werden. Laut Wein ist die Einrichtung einer solchen Root innerhalb von 14 Tagen technisch möglich. „Für Putin ist die Einrichtung kyrillischer TLDs Chefsache", sagt er.

 

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2 Kommentare

gerade im web ist es wichtig....


.... am neuesten Stand der Dinge zu sein.
Mit den Domains ist das so ne sache, alles was zu lang ist, ist meiner Meinung nach nicht zu interessant, leichter ist doch .at zum schluss als .österreich ;) *so sehe ich das*

Aber sicher auch eine interessante Sache, man wird sehen ;)

Von Gast: Gast: Guest am 22.09.2009 um 08:38

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austria statt österreich

.....man kann ja "österreich" auch anders schreiben: "austria"

www.made-in-Austria.TV

Von Gast: Gast: gast am 21.09.2009 um 21:10

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