Twitter-Börsengang noch "in weiter Ferne"
Die Suche nach einem Geschäftsmodell für den Kurznachrichtendienst Twitter geht weiter. Nun soll unter anderem mit Werbung experimentiert werden. Ein Börsengang der Internetfirma ist allenfalls langfristig geplant.
Ein Börsengang des Microblogging-Dienstes Twitter ist nach Angaben von Geschäftsführer Dick Costolo noch immer in weiter Ferne. Stattdessen will das Unternehmen seinen Umsatz im Jahr 2010 durch Werbung steigern: Man verhandle bereits mit potenziellen Werbekunden, sagte Costolo gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Mit dieser neuen Einnahmequelle will der Kurznachrichtendienst, der sich bisher über 150 Millionen Dollar von Investoren holen konnte, den hohen Bewertungen gerecht werden: Im September wurde der Marktwert von Twitter auf eine Milliarde Dollar geschätzt.
Die Internetfirma ist nach wie vor auf der Suche nach einem längerfristigen Geschäftsmodell. Neben dem Werbegeschäft will Twitter nun durch kostenpflichtige Premium-Konten zusätzliche Einnahmen lukrieren. Unternehmen hätten dabei etwa die Möglichkeit, die Beliebtheit ihrer einzelnen "Tweets" zu analysieren.
Ebenfalls profitieren könnten Firmenkunden von der Software der im Dezember von Twitter übernommenen Firma Mixer Labs, die helfen soll, die geographische Herkunft der Kurzmeldungen zu bestimmen: User hätten damit die Möglichkeit, gezielt die Tweets von Unternehmen aus ihrer Nachbarschaft zu durchsuchen. Weitere Übernahmen schließt Costolo für das Jahr 2010 nicht aus: Twitter sei auf der Suche nach Bereichen, in denen es "aggressiver vorgehen" müsste.
(Bloomberg/niha)
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