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Apple lässt selbst Google alt und grau aussehen

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von Manfred Mader | 26.01.2010 | 17:55

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Apple lässt selbst Google alt und grau aussehen

Ergebnis: 8,7 Millionen iPhones unterm Weihnachtsbaum

Apple hat es wieder einmal geschafft, die Börsianer bei der Präsentation ihrer Quartalszahlen zu verzücken. Mit einem Gewinn von 3,38 Milliarden Dollar nach 2,26 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal hat der Konzern noch die optimistischsten Analystenschätzungen übertroffen. „Wir sind jetzt ein 50-Milliarden-Dollar-Unter­nehmen" frohlockt Apple-Chef Steve Jobs, indem er den Umsatz des ersten Quartals (15,68 Milliarden Dollar) auf das Gesamtjahr hochrechnet. Kaum jemand zweifelt, dass Jobs auch dieses Ziel erreichen wird.

Es scheint, als ob es für die Kalifornier keine Krise gibt. Besonders überrascht hat die Analysten das starke Weihnachtsgeschäft. 8,7 Millionen iPhones wurden zwischen Oktober und Dezember 2009 weltweit verkauft - und das bei einem durchschnittlichen Verkaufspreis von 440 €. Auch der iPod bleibt, neun Jahre nach Präsentation des Erstmodells, ein Verkaufsschlager. 21 Millionen Stück gingen im ersten Quartal 2009/10 (Oktober bis Dezember) über den Ladentisch. In der Computer­sparte kann sich Apple über den Verkauf von 3,36 Millionen Macs freuen, eine Steigerung um ein Drittel. Branchenkenner sprechen von einem „Hallo-Effekt". Kunden finden durch den iPod und das iPhone an Apple-Geräten gefallen - sobald der nächste Computerkauf ansteht, wird daher ebenfalls zum Produkt aus dem kalifornischen Cupertino gegriffen.

Andere schwächeln
Google, der zweite Superstar unter den amerikanischen Hightech-Titeln, hat sich in der Krise wenn schon keine Grippe, so zumindest einen Schnupfen geholt. Trotz ­eines weiterhin mehr als soliden Gewinns von 6,5 Milliarden Dollar im Jahr 2009 zeigten sich Analysten zuletzt unzufrieden. Besonders kritisiert wurden teure ­Sonderprojekte, die bislang keinen Gewinn abwerfen. Jüngste Probleme des Suchmaschinengiganten im Hoffnungsmarkt China machen den Börsianern zusätzlich Sorgen. Nun hofft Google, dass sein Smartphone Nexus ein ernsthafter Konkurrent für das iPhone wird.
Wirklich schlimm hat es Handy-Marktführer Nokia getroffen: Im letzten Quartal gab es einen Verlust, im Smartphone-Markt sind die Finnen ins Hintertreffen geraten, und zuletzt hat auch noch die Ratingagentur Fitch die Kreditwürdigkeit herabgestuft.

Jobs will noch mehr
Angesichts der mehr oder weniger heftigen Schwächephase wichtiger Konkurrenten am Hightech-Markt klingt die Ansage von Steve Jobs bei der Ergebnispräsentation wie eine Warnung: „Sie dürfen sich bald auf neue, sehr starke Produkte von Apple freuen."

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