von Thomas Jäkle | 01.02.2010 | 18:27
Der Preisdruck in der IT-Branche wird zunehmen
IBM feilt an effizienteren und energiesparenden Komplettlösungen für Unternehmen
IBM-Chef Steiner: „Hardware alleine reicht nicht mehr“
„Wann die Krise endet, das weiß niemand, auch wenn es schon erste positive Zeichen seitens der Wirtschaftsforscher gibt", sagt Leo Steiner, Generaldirektor von IBM Österreich. Damit nach der Krise nicht der Stillstand eintritt, „müssen Unternehmen aber auch selbst aktiv werden". Im Jahr 2009 sind weltweit die IT-Investitionen um 4,6 Prozent auf 2264 Milliarden € eingebrochen. Für 2010 analysieren die Marktforscher von Gartner für die erfolgsverwöhnte IT-Branche - zweistellige Zuwachsraten sind die Benchmark - ein Plus von 4,6 Prozent.
„Der Wettbewerb wird rauer", bestätigt Steiner. Das Geschäft der Zukunft seien Lösungspakete, mit denen Unternehmen ihre Prozesse effizienter machen und sich noch stärker vernetzen. Steiner ortet bei Unternehmen wieder eine größere Nachfrage nach IT: „Die Investitionsbereitschaft steigt wieder, Unternehmen fordern aber mehr um weniger Geld."
Der US-Konzern hat trotz Krise im Jänner fürs vierte Quartal 2009 Umsätze von 15,3 Milliarden € berichtet (plus 0,8 Prozent zum Vorjahresquartal). Beim Profit hat „Big Blue" um neun Prozent auf 3,4 Milliarden € zulegen können.
„Die alte Welt war durch die Hardware getrieben, nun kommt es auf Lösungspakete an, mit Beratung, Software, Hardware bis zu IT-Outsourcing." Konkurrenten im Großkundengeschäft sind vor allem Hewlett-Packard (HP), Dell oder Accenture. HP ist 2008 durch die Übernahme von EDS zum großen Lösungsanbieter aufgestiegen.
Das Top-IT-Thema sei derzeit laut Steiner die Produktivitätssteigerung. Der Bedarf nach Modernisierung, Austausch alter mit energiesparender IT und stärkerer Vernetzung der Systeme wächst, sagt Steiner.
In Österreich beschäftigt IBM 1800 Mitarbeiter. Im Vorjahr wurden 16 Uni-Absolventen eingestellt. Weitere Einstellungen seien derzeit nicht geplant.
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