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Amazon will Kindle Farbe geben

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von Thomas Jäkle | 04.02.2010 | 03:15

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Amazon will Kindle Farbe geben

Der US-Internet-Buchhändler steht vor der Übernahme einer Tech-Startup-Company. Amazon will seinen E-Book-Reader Kindle mit Farbdisplay nachrüsten - schneller als beabsichtigt.

NYT

Displaytechnologie - flexibel und günstig in der Produktion. Das Startup Touchco soll Amazon Ideen und Kindle Farbe geben.

New York/Wien. Amazons Antwort auf den iPad von Apple lässt nicht lange auf sich warten. Der US-Internet-Buchhändler will seinen E-Book-Reader Kindle so rasch wie möglich mit einem Farbdisplay mit Touchscreen nachrüsten. Wie beim iPad, der erst vorige Woche präsentiert wurde, soll der Kindle-Nutzer auch via Bildschirm die Daten eingeben und die Funktionen nutzen können. Amazon hatte Kindle im November auf den Markt gebracht - mit einem Schwarzweiß-Bildschirm und Tastatur, aber ohne Bildschirmeingabe.

Kindles neuer Tipp-Kick
Das Knowhow holt sich Amazon vom Technologie-Startup Touchco. Die "New York Times" berichtet unter Bezug "auf involvierte Kreise", dass der Deal kurz vor dem Abschluss stünde. Die in New York ansässige Tech-Company Touchco ist spezialisiert auf neue Bildschirm-Technologien.

Die sechs Mitarbeiter von Touchco sollen so rasch wie möglich in Amazons "Kindle hardware division, Lab126" übersiedeln. Das Entwicklungslabor befindet sich in Cupertino in Kalifornien. Ebenso in Cupertino ist die Zentrale von Apple angesiedelt.

Sowohl Amazon als auch Touchco haben einen  bevorstehenden Deal nicht kommentiert.
Touchco ist aus einem Projekt der New York University hervorgegangen. Kürzlich hatte das Unternehmen sein erstes kommerzielles Produkt auf den Markt gebracht. Anfang Januar hat Touchco seine Internetseite "offline" gestellt.

Billiges Display
Der besondere Vorzug der Technologie: Das berührungssensitive Farbdisplay soll sich besonders für die Nutzung von Multimedia-Inhalten (Video, Fotos, TV, Entertainment) bewährt haben. im Gegensatz zur bisher bei Kindle verwendeten E-Ink-Technologie, die sich fürs Lesen von Büchern eignet. Außerdem: Die Produktionskosten sollen rund zehn Dollar (30 mal 30 Zentimeter Display) betragen. Displays für iPad und iPhone sollen wesentlich teurer sein.

Im Oktober noch hatte Ian Freed, Vice President von Amazon Kindle, dem WirtschaftsBlatt erklärt, ein Kindle mit Farbdisplay habe man wohl schon getestet. Die Ergebnisse seien aber noch nicht zufriedenstellend gewesen. Nach Apples iPad-Präsentation scheint es Amazon nun doch eilig zu haben, einen E-Book-Reader mit mehr Funktionalität auf den Markt zu bringen. Viele Verleger sind bisher von Amazons Kindle noch nicht überzeugt -mangels lukrativem Geschäftsmodell.

 

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