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„Wir wollen das Silicon Valley für den Mobilfunk werden“

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von Thomas Jäkle | 09.03.2010 | 17:43

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„Wir wollen das Silicon Valley für den Mobilfunk werden“

Die Fachhochschule in Hagenberg mausert sich zur Softwareschmiede für die ­Mobilfunkindustrie. Die Nachfrage nach ­sogenannten „Apps“ boomt. Ebenso nach den Absolventen.

WB/Tanzer

Christoph Schaffer, Studiengangsleiter für Mobile Computing an der FH in Hagenberg, hat ehrgeizige Pläne. Über Kooperationen mit Playern der Mobilfunk- und IT-Industrie will die FH zur ersten Adresse für die Mobilfunkforschung werden.

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Silicon Apps

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Christoph Schaffer

„Wir werden auch für den iPad Apps entwickeln“

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Amazon ruft an, Google, Netzbetreiber aus dem In- und Ausland sowie Medienkonzerne oder Unternehmen wie Red Bull klopfen an die Pforten der FH Hagenberg in Oberösterreich. „Die Nachfrage nach Experten, die Handy-Apps programmieren können, ist derzeit immens", erklärt Christoph Schaffer, Studiengangsleiter für Mobile Computing der FH Oberösterreich in Hagenberg, der dem WirtschaftsBlatt einen exklusiven Einblick in die ­Forschungslabore gewährte. Mehr als ein „gutes Dutzend" Job- sowie Projektanfragen ­erreichen derzeit die Forschungsstätte pro Woche.

Aus gutem Grund: Nach Angaben des IT-Marktforschungsinstituts Gartner werden sich die Umsätze für Handyapps, die via Internet gekauft werden, von 3,1 Milliarden € im Jahr 2009 bis 2013 auf 21,7 Mrd. € steigen.
Weltmarktführer Nokia hat vergangenes Wochenende erstmals zum „Nokia Deve­lopers Forum" in die oberösterreichische Provinz geladen. 180 Programmierer der FH Hagenberg, aus anderen Teilen Österreichs und Nachbarländern waren Nokias Ruf gefolgt.
„Unsere Stärken liegen nicht nur in einzelnen Disziplinen", sagt Schaffer. „Fächerübergreifende Vernetzung, Anwendungsorientierung, aber dennoch Unabhängigkeit von der Industrie" zählten zu den Leitlinien der Forschungs- und Studientätigkeit der FH. Der Studiengang Mobile Computing wurde im Jahr 2003 gegründet. „Wir waren damals fast etwas zu früh dran, heute sind wir aber froh, auf die Erfahrungen bauen zu können", sagt Schaffer. Die für Multimedia-Technologie erforderliche Mobilfunktechnologie UMTS war gerade in den Startlöchern.

In den FH-Forschungsstätten werden von 120 Studenten des Studiengangs Mobile Computing neben den Apps für Genre wie Games, Entertainment, Gesundheit, Musik oder Verkehr auch Forschung für Strahlenmessung und Simulationen von Handynetzwerken durchgeführt. Ebenso gibt es Tonstudios für Medientechniker oder Chemielabore für Bio- und Medizininformatiker, die „auf dem letzten Stand der Technologie" sind, wie Schaffer betont.

Zündfunke iPhone Apps
„Apple hat einen unglaublichen Boom ausgelöst", sagt Schaffer. Googles Betriebssystem Android habe 2008
die Entwicklung weiter beschleunigt. „Wir wollen zum Silicon Valley der Mobilfunker werden", sagt Schaffer. Der iPad, die neueste AppleKreation, wird die Forschung in Hagenberg ebenfalls beschäftigen. Nachdem Apple und Google vorgelegt haben, wolle Nokia nun das Temp erhöhen. Für die App-Entwicklung des Microsoft-Handybetriebssystems bestehe seitens der Studenten derzeit „kein Interesse". Windows Phone 7, zum Mobile World Congress im Februar angekündigt, habe daran nichts ändern können.

Nicht nur zu Software-Experten, sondern auch Unternehmern sollen die FH-Absolventen werden. Vier Entwickler einer Sportsoftware fürs iPhone haben 2009 Runtastic als Spin-off gegründet. Fürs Wachstum soll Runtastic bis April „frisches Geld" eines FH-nahen Fonds bekommen.

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