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k.u.k 2.0: kostenlos und kompliziert

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von Thomas Jäkle | 01.06.2010 | 17:13

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k.u.k 2.0: kostenlos und kompliziert

WB/Mayr

Wer aus dem Internetbereich auf uns zu kommt, der hat uns schon", sagt Manfred Matzka, Sektionschef im Bundeskanzleramt. Hört, hört! Microsoft hatte die Idee und investierte eine hohe fünfstellige Summe. Löblich. Für Österreich, das die Wahl haben will, darf's ein bisserl mehr sein. Als Hoflieferant konfektioniert der US-Konzern jetzt zum neuesten Internetbrowser ein Nockerl, das die schnellere Zufahrt ins virtuelle Amt bringt, wo 1100 Formulare schlummeren (siehe wirtschaftsblatt.at).

Alternative 2.0. Was passiert aber mit denen, die als Internetbrowser Firefox, Safari, Chrome oder Opera bevorzugen? Die Konkurrenz einzuladen, sie könnte ja auch mit ihren Ideen antanzen, ist zwar nett, aber kurz gedacht. Zugegeben: Ein bisserl kompliziert ist's auch noch. Aber Komplexitätsreduktion ist für die Herren der Plattform Digitales Österreich der Auftrag. Die schon gar nicht mehr wahrnehmbare Digitale Signatur, gestartet im Jahr 2001, sollte als eine Art „Wunderwachs" das Business im Internet forcieren. Statt Millionen Österreicher - bis 2006 sollten gut vier Millionen die digitale Unterschrift nutzen - sind es satte 75.000, die regelmäßig ihre Mails und Geschäfte mit virtuellen Ämtern digital signieren. An Kompliziertheit ist die Signatur bis heute nicht zu überbieten. Zusätzliche Datenlesegeräte, nicht kompatible Formate zu bestimmten Browsern oder umständliches Anmeldeprozedere machten das Ding zum Rohrkrepierer. Die Registrierungsstelle A-Trust wurde zum Zuschussbetrieb für das knappe Dutzend seiner Eigentümer, obwohl Gratiszuckerl lockten.

Schmusekurs 3.0. Wer die Jugend zwischen 14 und 44 erreichen will, muss das virtuelle Amt fürs Facebook & Co flott machen, mehr als nur einen Plan dazu in der Schublade haben und nicht nur mit Microsoft busserieren. Irgendwer da draußen im World Wide Web baut dann für das BKA eine App auch für iPhone und iPad. Dieses Mal: k.u.k. 3.0.

 

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