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"Wir sind das GPS für drinnen"

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von Oliver Bayer | 25.11.2010 | 00:32

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"Wir sind das GPS für drinnen"

Das Ketchup im Supermarkt vor lauter Regalen nicht gefunden? Zwei Studenten könnten da helfen. Mit ihrem Service indoo. rs soll die mobile Navigation in Gebäuden völlig ohne Internetverbindung funktionieren.

Bernd Gruber und Markus Krainz (li.) von indoo.rs

Das Thema mobile Gebäudenavigation ist derzeit in aller Munde. Zwei junge österreichische Studenten schicken sich nun an, in diesem Bereich für Furore zu sorgen. Bernd Gruber und Markus Krainz entwickelten zusammen die Lösung indoo. rs, eine Software, die Standortbestimmung in geschlossenen Räumen ermöglichen soll.

Wie so oft wurde die Idee aus einer persönlichen Notwendigkeit heraus geboren. "Auf dem Weg nach China hatte ich einen sechsstündigen Aufenthalt am Flughafen Düsseldorf und suchte damals vergeblich einen Raucherbereich. Da dachte ich mir, es müsste eine App geben, die mich in einem Gebäude lokalisiert und dann von A nach B bringt", sagt Bernd Gruber, der in Wien Wirtschaft und Sinologie studiert. Seinem Jugendfreund Markus Krainz, der Elektrotechnik an der WU Wien studiert und sich auch privat für Informatik interessiert, gefiel die Idee, und die beiden machten sich an die Entwicklung.

"Das GPS funktioniert draußen, wir drinnen", erklärt Gruber das Konzept. Ein Vorteil gegenüber ähnlichen Anwendungen ist, dass indoo. rs mit der bestehenden technischen Infrastruktur in Gebäuden auskommt und keine zusätzlichen Installationen nötig sind. "Die WLAN-Access Points müssen nur da sein. Ob sie verschlüsselt sind oder nicht, spielt keine Rolle", sagt Krainz. Denn: Um indoo.rs zu nutzen, muss sich der User nicht mit dem Internet verbinden. "Die Lokalisierung passiert nur am Gerät des Benutzers. Seine Daten verlassen sein Handy also nicht, außer er will es", erklärt Krainz. Auch für das Endgerät des Benutzers sind keine technischen Aufrüstungen nötig. "Die Technologie, die in Smartphones verbaut ist, reicht völlig aus", so Gruber. Auch auf Tablet-PCs, eBook-Readern und Notebooks laufe die Anwendung. Zudem ist die Ortung mit indoo. rs auch in 3D und über mehrere Stockwerke möglich. Wie genau die Technik dahinter funktioniert, verraten die beiden Studenten aber nicht. Nur so viel: "It's magic".

Keine App-Entwickler

Genau darin liegt aber die Stärke von indoo. rs: "Wir sind keine App-Entwickler. Wir sehen uns als Technologie-Provider". meint Krainz. So wollen die beiden indoo. rs als Erweiterung für bestehende Apps oder zur Entwicklung neuer Angebote anbieten. "Wir wollen Entwicklern dabei helfen, mit unserer Technologie Geld zu verdienen. Wenn jemand das will, werden wir uns sicher einigen", sagt Gruber. Mögliche Anwendungsbereiche dafür gibt es, von der Ortssuche in Flughäfen und auf Messen bis hin zur Warensuche im Einzelhandel. Namhafte Player aus der IT-Branche sind bereits an dem Service interessiert. Nicht zuletzt dank erster Anerkennungen (siehe Kasten oben).

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