Mittwoch, 23. Mai 2012 a  
Dialog-backdrop
Artikel versenden

"2012 wird ein starkes Jahr werden"

Geben Sie hier die E-Mail-Adresse des Empfängers ein (z.B. m.mustermann@wb.com). Mehrere Empfänger werden durch Komma getrennt.

von gul | 30.01.2012 | 09:41

A- A A+ Drucken Artikel weiterempfehlen zu den Kommentaren

"2012 wird ein starkes Jahr werden"

Online-Portal Das Schnäppchen-Portal DailyDeal hat im Vorjahr Deals um 9,3 Millionen € verkauft. Couponing liegt im Trend.

WB_Mayr

Thomas Hofirek, DailyDeal, hat Handelsriesen im Visier

Die Macher des Schnäppchen-Portals DailyDeal.at haben Sehnsucht nach mir: Weil ich mich schon lange nicht mehr für einen ihrer Deals interessiert habe, wollen sie meine Shoppinglust mithilfe eines kleinen Guthabens wecken - und wenn ich ein paar Freunde „mitbringe" wird mir das auch noch mal mit 15 € pro Nase gedankt. Klingt fast so, als ob DailyDeal Österreich dringend Käufer sucht. Dem ist aber nicht so. Denn die Zahlen aus dem Vorjahr zeigen: Couponing liegt nach wie vor im Trend. 2011 wurden 199.628 Gutscheine verkauft - 2010 waren es 34.694. Der ­Gesamtwert der Gutscheine lag 2011 bei 9,3 Millionen € (2010: 2,1 Millionen €).

Die Idee dahinter: Gutscheine - aktuell etwa für Eis, ein Liebes-Coaching, ein Vier-Gang-Menü oder einen Kurzurlaub - werden mit Rabatten von mindestens 50 Prozent angeboten. Für die Käufer ist der Deal ein Schnäppchen; für die Unternehmen Neukundenakquise und Werbung. „Auch 2012 wird ein starkes Jahr werden", sagt Thomas Hofirek, Head of Sales bei DailyDeal Österreich. Das Unternehmen wurde im Februar 2010 gegründet und im September 2011 von Google übernommen.

Ende des Höhenflugs

Laut einer Studie von Deloitte werden Anbieter wie DailyDeal, Groupon & Co. auch heuer weltweit Deals in zweistelliger Milliardenhöhe vermitteln und ordentlich daran verdienen - noch. 2012 sehen die Studienautoren eine beginnende Konsolidierung der Branche. Hunderte Anbieter werden vom Markt verschwinden; für die „Überlebenden" wird der Wettbewerb härter, die Margen geringer. Komplett abschreiben will man die Couponing-Branche aber nicht.

Auch Hofirek glaubt, dass es zu einer Bereinigung kommen wird - auch in Österreich, wo im Vorjahr einige Anbieter auf den Zug aufgesprungen sind. „Da, wo wir 1000 verkaufen, verkaufen die anderen 50 Gutscheine. Wir sind nicht hochnäsig, sondern zwei Jahre voraus." Jetzt gilt es, den Vorsprung durch höherwertige Deals auszubauen. Hofirek: „Es ist nicht mehr nur das Restaurant ums Eck interessiert, sondern auch Handelsriesen. Wir sind mit einigen namhaften Konzernen in Verhandlung." War in der Startphase ein Deal für 24 Stunden online, so sind es mittlerweile bis zu 16 Deals täglich.

Während in Deutschland die meisten Deals mit Produkten wie Stereoanlagen oder TV-Geräten angeboten werden, sind in Österreich Restaurant- und Kosmetik­deals die Haupteinnahmequelle. „Bei Produkten werden wir noch nachlegen", sagt Hofirek. Bis zu 40 Unternehmen fragen täglich bei ihm an, um ihre Produkte und Dienstleistungen anzubieten - 60 Prozent haben keine Chance. Hofirek: „Wir sind sehr selektiv. Das kleine Kaffeehaus oder die Drei-Sterne-Pension sind uninteressant. Das merken wir gleich beim Abverkauf." Begehrt waren in der Vergangenheit hingegen ein Deal von Holmes Place und das Angebot von „Meinl to go" am Graben.

Kommentare… Kommentar hinzufügen…

mehr eBusiness…

mehr Fotogalerien>

Fotogalerien 

  • CeBIT 2012

    Trends und Innovationen

    MWC 2012

    Die Neuheiten der Mobilfunkmesse

  • Die größten Exits

    Wie Web-Gründer zu Milliardären...

    CES 2012

    Die Neuheiten der Tech-Branche

Ähnliche Artikel

eBusiness Experten-Chat

e-Skills: Welche Fähigkeiten sind in der Zukunft gefragt?

Die Wirtschaft erneuert sich in rasender Geschwindigkeit. Was gestern noch gelehrt wurde, kann morgen schon wieder obsolet sein. Manager erzählen, wie ihre Mitarbeiter künftig agieren müssen.

Wolfgang Mayer
Country Manager, Micro Strategy

"Ich vermisse bei IT-Entscheidern sehr häufig die Flexibilität, aber auch die Vision, neue Wege aufzuzeigen und diese dann auch zu gehen. Das wird aber in der Zukunft gefordert."
Christian Czaak
Herausgeber, Economy Austria

"Digitale Skills sind im modernen Berufsleben notwendig. Bei Mitarbeitern finde ich menschliche Skills allerdings wichtiger. Es geht um die Identifikation mit dem Unternehmen, um soziale Kompetenz und unternehmerisches Einfühlungsvermögen. Neue Medien bieten mehr Freiraum, damit muss man umgehen."
Werner Knoblich
General Manager, EMEA RedHat

"Wahltag ist bei uns immer nächstes Jahr. Dann entscheidet der Kunde, ob er unsere Services noch will oder nicht. Wir müssen also stets beweisen, dass wir unser Geld wert sind. Das verlangt technische Kompetenz, aber vor allem auch Ehrlichkeit."
Thomas Kiessling
CIO, Bwin

"Das Internet hat unser Geschäftsmodell erst möglich gemacht. Die 1500 Mitarbeiter beweisen täglich E-Skills. Viele davon kann man sich nur bedingt durch Ausbildung aneignen. Wichtiger ist es, sich neuen Entwicklungen, etwa dem Trend zu User Generated Content und Medienkonvergenz, nicht zu verschließen."
Andreas Muther
Geschäftsführer SAP Österreich

"Mitarbeiter müssen raus zum Kunden, das Ohr am Kunden haben und neugierig sein. Nur so ist es möglich, zusammen mit dem Kunden die optimale Lösung zu finden. Dafür braucht man vor allem soziale Fähigkeiten."
Thomas Kühlewein
DACH-Chef, VMware

"IT ist sehr komplex geworden und oft nicht mehr effizient. Für Neues brauchen wir Leute, die sich in Prozesse vertiefen, dem Kunden neue Wege aufzeigen können. Und dafür ist es nicht notwendig, einen MBA zu haben. Praxis und Gespür, um Innovationen voranzutreiben, ist wichtiger."
Norbert Schöfberger
Direktor Personal Systems Group, HP Österreich

"Leben und Arbeiten in der Informationsgesellschaft erfordert die Aneignung von Medien kompetenz. Das ist gleichbedeutend mit lebensbegleitendem Lernen. Das Angebot an mobilen Endgeräten ermöglicht zudem eine immer größere Palette zielgruppenorientierter Bildungsangebote."
Wolfgang Kern
Regional Partner Manager CEE, UC4 Software

"Vielen Unternehmen ist nicht bewusst, dass fehlende „Cultural Awareness“ in der Kommunikation die Wettbewerbsfähigkeit dramatisch beeinträchtigen kann. Die besten Mitarbeiter werden neben Branchen-Know-how zunehmend über hohe soziale Kompetenz verfügen müssen."
Achim Kaspar
Country Manager Cisco Austria

"Die Österreicher sind etwas bequem, wenn es um die Aneignung neuer Technologien geht. Unternehmen und ihre Mitarbeiter würden sich einfacher tun, nicht erst dann zu agieren, wenn etwas zum Zwang wird."