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Wenn IT-Anwender auf Wolke Sieben schweben

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von Alexis Johann | 24.09.2009 | 09:37

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Wenn IT-Anwender auf Wolke Sieben schweben

Cloud Computing: Das Internet kann zur besseren Auslastung von Hardware beitragen. Nicht jede Firma braucht ein Rechenzentrum, nicht jede Software einen Server. Cloud Computing ­reduziert IT-Kosten ­erheblich, öffnet aber Sicherheitslücken.

Colourbox

Zitiert

Larry Page, Sergey Brin

Es gibt keine Installation, alle Daten sind sicher in einem Datenzentrum aufgehoben, auch wenn der Computer crasht. Sie können immer und überall abgerufen werden, wenn es einen Internet-Zugang gibt

YouTube

„Innerhalb von zwei Stunden hatte ich die IT-Infrastruktur meiner Firma aufgesetzt", schwärmt Gerhard Fehr, ehemaliger Marketing-Direktor eines Schweizer Finanzdienstleisters, der sich vor drei Monaten mit der Beratungsfirma FehrAdvise selbstständig gemacht hat. Er verwendet nun Google Apps, ein Office-Paket von Google, das vollständig über das Internet läuft. Das heißt: Nicht nur sein E-Mail-Programm, sondern auch seine Textverarbeitung und Tabellenkalkulationen sowie Webkonferenzen laufen auf Servern von Google. Sie werden über das Internet bedient. Die Nutzung ist kostenlos, auf welchem Kontinent seine Daten lagern, weiß er allerdings nicht.

Kostenersparnis
Google Apps ist ein Beispiel für den Trend der Soft- und Hardwareindustrie, IT-Landschaften ins Internet zu transferieren. Die Rechenzentren, die Software, die Datenspeicher liegen dann nicht mehr auf den Rechnern oder Servern des Anwenders, sondern in der Wolke (Cloud), also ­einem Aggregat von Rechenzentren, die über das Internet zusammengeschlossen sind und je nach Leistungsanforderung für den Anwender einspringen.

Nicht nur kleine Firmen, sondern auch große Büros, wie etwa die Stadtverwaltung von Washington, lagern mittlerweile ihre IT-Applikationen in Wolken aus. „Die Vorteile des Cloud Computing sind klar", fassen die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin zusammen: „Es gibt keine Installation, alle Daten sind sicher in einem Datenzentrum aufgehoben, auch wenn der Computer crasht. Sie können immer und überall abgerufen werden, wenn es einen Internet-Zugang gibt."

Mehr Komfort, mehr Effizienz
Nicht nur der Nutzungs­komfort steigt, sondern auch die Effizienz. Dadurch, dass mehrere Applikationen auf ­einem Server laufen und mehrere Klienten darauf zugreifen können, verbessert sich die Auslastung der Hardware enorm. „Cloud Computing schafft Ersparnisse bei der Hardware, bei Service und Betrieb sowie bei den Stromkosten", weiß Rainer Friedl, Mitbegründer des Online-­Beratungsunternehmens Diamond Dogs.

Das deutsche ­Beratungshaus Anselm ­Magel Management fand heraus, dass Cloud-Computing-Zentren klassische Rechenzentren in puncto Effizienz haushoch schlagen: Bei der CPU-Auslastung um das Zweieinhalb-, bei der Stromnutzungseffizienz um das Zehn-, bei der Produktivität der System­administration ­sogar um das Sechzehnfache. Aber nicht alle Probleme wurden gelöst. ­Gerald Klima, Geschäftsführer von APA IT, warnt vor ­unliebsamen Überraschungen: „Bei der Datensicherheit ­halten sich viele Anbieter ­bedeckt. Was ist, wenn ­Daten verschwinden? Wie wird ­si-­ cher­gestellt, dass niemand ­zufällig auf ­Daten anderer zugreifen kann?" All das tut dem Trend keinen Abbruch, auf den mittlerweile auch Microsoft, EMC, Amazon, IBM, HP, Dell, SAP und eBay sowie klassische IT-Dienstleister setzen.

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