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Jede fünfte Firma profitiert von Xing, Facebook, Twitter

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von Thomas Jäkle | 25.01.2010 | 23:11

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Jede fünfte Firma profitiert von Xing, Facebook, Twitter

Exklusiv: In Google und Facebook sehen Unternehmen großes Potenzial. Doch es besteht laut WKÖ-Studie noch Nachholfbedarf bei der Nutzung dieser Internetwerkzeuge. Das Urteil zu den E-Government-Lösungen ist ernüchternd. Groß ist der Bedarf für Sicherheit und Investitionen in IT.

Österreich ist mit einem Bein im Netz, zeiht aber das zweite schwer hinter sich her.

Facts

e-Day 2010
Matthias Lüfkens, Kommunikationsverantwortlicher des World Economic Forums (WEF) in
Davos, ist Keynotespeaker des e-Day 2010. Durch den Einsatz sozialer Netzwerke wie Youtube, MySpace, Facebook, Flickr, Wikipedia, Qik und Livestream gelang es ihm, das Interesse völlig neuer Zielgruppen zu wecken und Davos einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Lüfkens: "Jedes Unternehmen muss sich in sozialen Netzwerken präsentieren und seinen digitalen Fussabdruck vergrössern, um ein neues Publikum zu erreichen. Über soziale Netzwerke werden aus passiven Kunden, aktive Freunde, Fans und Followers. Und dazu bedarf es keinen großen Aufwand oder Personalaufstockung."

Links zum Thema

Internetdienste via Internet abzurufen - im Jargon „Cloud Computing" genannt - hat viele e-Business-Anwendungen in jüngster Zeit einfacher und benutzerfreundlicher gemacht. Das Thema IT-Sicherheit gewinnt in diesem Zusammenhang an Bedeutung. 64 Prozent der österreichischen Unternehmen planen, diesem heuer dem Thema „Sicherheit" verstärkte Aufmerksamkeit zu widmen - lautet das Ergebnis einer aktuellen Umfrage der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ). Befragt wurden 1000 Geschäftsführer, leitende Angestellte und selbständige Unternehmer quer durch alle Branchen.

e-Business: Krise zeigt Aufholbedarf
Blickt man auf Details der Studie, kommt man zum Schluss, dass es aber noch jede Menge Nachholbedarf gibt für das Geschäft via Internet. Eines vorweg: Die Bereitschaft, sich mit neuen Internet-Technologien auseinander zu setzen, ist trotz Krise groß. Zumindest sind das die Lippenbekenntnisse der Befragten.
Die Gruppe der „Fortschrittlichen" kann auch die momentane Wirtschaftskrise laut WKÖ-Studie nicht beeindrucken. Diese Gruppe liegt zahlenmäßig vor den „Bewahrern", wenn auch die beiden Gruppen zahlenmäßig nur geringfügíg auseinander liegen. Die Gruppe der Unternehmen, die e-Business infolge der Krise noch wichtiger einschätzen als zuvor, führt mit leichtem Vorsprung (47,1 Prozent) vor denen, die glauben, dass alles gleich bleiben (45,5 Prozent) wird und der Status Quo beim e-Business durchaus ausreichend ist.

Die Bilanz der Vernetzung
Internet hat sich in den Firmen durchgesetzt. Neun von zehn Unternehmen (88,6 Prozent) sind an das Internet angeschlossen. Einen eigenen Webauftritt haben bereits 79,6 Prozent der Unternehmen, 79,1 Prozent nutzen Internet-Banking. Die hohe Akzeptanz der IT zeigt sich auch darin, dass 73,1 Prozent der Unternehmen betriebsintern vernetzt sind. 68,1 Prozent geben an, dass sie alles tun, um die Datensicherheit zu gewährleisten. 
Auf der Liste der realisierten IT-Lösungen finden sich weiter die Finanzbuchhaltungssoftware (56,2 Prozent) mit der Verbuchung von Rechnungen sowie ERP-Software mit Warenwirtschaft und Lohnverrechnung (40,9 Prozent). Die elektronische Rechnungserstellung haben 40,6 Prozent der Befragten realisiert.

73,3 Prozent der Unternehmen nutzen das Internet für den elektronischen Rechnungsaustausch. Allerdings: Es gibt bei den befragten Unternehmen Unsicherheiten, was den die Akzeptanz der elektronischen Rechnung und somit der Gleichstellung zur Papierrechnung in der EU betrifft. Noch sind nicht alle Sparpotenzial genützt:  
Internettelefonie (VoIP, Voice over Internet Protocol) wird von 36,7 Prozent der Unternehmen eingesetzt.

Aktive Akzente mit Nachholbedarf
Geht es allerdings darum, aktiv das Internet zu nutzen, gibt es noch viel Nachholbedarf. Nur jedes vierte Unternehmen (25,1 Prozent) betreibt einen eigenen Webshop. Ebenso schwach ist die Eigenvermarktung über digitale Werbeträger - etwa durch Internetwerbung wie Google AdWords, das nur von 24,9 Prozent der Firmen eingesetzt wird. Hingegen zeigen 55 Prozent der Unternehmen über ihre Homepage, welche Produkte oder Dienstleistungen sie zu bieten haben. Spannend and er Studie: Jedes vierte Unternehmen (26,7 Prozent) will von einer Online-Präsenz überhaupt nichts wissen.

Neue Werkzeuge
Was neue Internetwerkzeuge wie Facebook, Xing, Linkedin oder Twitter betrifft, so gibt es noch Nachholbedarf. 39,4 Prozent nutzen diese so genannten „Sozialen Netzwerke" (im Jargon auch Web 2.0 Technologien genannt) für betriebliche Zwecke. Gut die Hälfte der Nutzer gibt an (51,5 Prozent), diese Netzwerke hätten sich bereits positiv aufs Geschäft ausgewirkt. Diese Internetservices würden sich insbesondere für das Gewinnen von Neukunden sowie neuen Geschäften eignen - sagen 71,9 Prozent der Nutzer. Rund die Hälfte der Netzwerker (49,3 Prozent) sucht über diesen Kanal Partner und Lieferanten. Mitarbeiter werden von einem guten Drittel der Unternehmen (34 Prozent) gesucht.

Massive Kritik an E-Government
Wenig begeistert sind die Befragten mit Internetservices der öffentlichen Hand von Bund, Ländern und Gemeinden, für die es auch Kritik hagelt. Nur jedes zweite Unternehmen (51,5 Prozent) nutzt e-Government-Lösungen - dazu zählen Anwendungen, die von verschiedenen Behörden angeboten werden.

Diejenigen, die die Vorzüge des digitalen Amtsweges bereits kennen gelernt haben, nutzen Finanz Online (85,3 Prozent) und Help.gv.at für Unternehmer (42,3 Prozent) allerdings intensiv. Weniger als ein Drittel der Befragten gab an, das Rechtsinformationssystem RIS (31 Prozent) sowie das Elektronische Firmenbuch (30 Prozent) einzusetzen.
23,1 Prozent der Unternehmen nutzen die Ediktsdatei. In das Grundbuch surfen via Internet 22,3 Prozent der Firmen. Die Elektronische Meldebestätigung sowie e-Government-Angebote der jeweiligen Gemeinde sind erst in jedem fünften Unternehmen (je 21,5 Prozent) im Einsatz.

Teurer digitaler Amtsschimmel
Die stärkere Nutzung von e-Government machen die Nutzer davon abhängig, ob die Gebühren angepasst werden. Für die Hälfte (50,8 Prozent) müssen die Gebühren noch deutlich runter kommen. Die Nutzung muss billiger sein als beim herkömmlichen Amtsweg. Unzufrieden sind die Befragten auch mit der Nutzerfreundlichkeit: 40,7 Prozent der Unternehmen fordern eine besserer Bedienbarkeit. Für 26,4 Prozent bedarf es mehr persönlicher Hilfestellungen.
Nur wenig Relevanz hat die Nutzung der digitalen Amtshandlungen via Handy: Nur 11,9 Prozent der Befragten würden diese Dienste stärker nutzen als bisher, könnten sie das via Mobiltelefon tun.

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e-Skills: Welche Fähigkeiten sind in der Zukunft gefragt?

Die Wirtschaft erneuert sich in rasender Geschwindigkeit. Was gestern noch gelehrt wurde, kann morgen schon wieder obsolet sein. Manager erzählen, wie ihre Mitarbeiter künftig agieren müssen.

Wolfgang Mayer
Country Manager, Micro Strategy

"Ich vermisse bei IT-Entscheidern sehr häufig die Flexibilität, aber auch die Vision, neue Wege aufzuzeigen und diese dann auch zu gehen. Das wird aber in der Zukunft gefordert."
Christian Czaak
Herausgeber, Economy Austria

"Digitale Skills sind im modernen Berufsleben notwendig. Bei Mitarbeitern finde ich menschliche Skills allerdings wichtiger. Es geht um die Identifikation mit dem Unternehmen, um soziale Kompetenz und unternehmerisches Einfühlungsvermögen. Neue Medien bieten mehr Freiraum, damit muss man umgehen."
Werner Knoblich
General Manager, EMEA RedHat

"Wahltag ist bei uns immer nächstes Jahr. Dann entscheidet der Kunde, ob er unsere Services noch will oder nicht. Wir müssen also stets beweisen, dass wir unser Geld wert sind. Das verlangt technische Kompetenz, aber vor allem auch Ehrlichkeit."
Thomas Kiessling
CIO, Bwin

"Das Internet hat unser Geschäftsmodell erst möglich gemacht. Die 1500 Mitarbeiter beweisen täglich E-Skills. Viele davon kann man sich nur bedingt durch Ausbildung aneignen. Wichtiger ist es, sich neuen Entwicklungen, etwa dem Trend zu User Generated Content und Medienkonvergenz, nicht zu verschließen."
Andreas Muther
Geschäftsführer SAP Österreich

"Mitarbeiter müssen raus zum Kunden, das Ohr am Kunden haben und neugierig sein. Nur so ist es möglich, zusammen mit dem Kunden die optimale Lösung zu finden. Dafür braucht man vor allem soziale Fähigkeiten."
Thomas Kühlewein
DACH-Chef, VMware

"IT ist sehr komplex geworden und oft nicht mehr effizient. Für Neues brauchen wir Leute, die sich in Prozesse vertiefen, dem Kunden neue Wege aufzeigen können. Und dafür ist es nicht notwendig, einen MBA zu haben. Praxis und Gespür, um Innovationen voranzutreiben, ist wichtiger."
Norbert Schöfberger
Direktor Personal Systems Group, HP Österreich

"Leben und Arbeiten in der Informationsgesellschaft erfordert die Aneignung von Medien kompetenz. Das ist gleichbedeutend mit lebensbegleitendem Lernen. Das Angebot an mobilen Endgeräten ermöglicht zudem eine immer größere Palette zielgruppenorientierter Bildungsangebote."
Wolfgang Kern
Regional Partner Manager CEE, UC4 Software

"Vielen Unternehmen ist nicht bewusst, dass fehlende „Cultural Awareness“ in der Kommunikation die Wettbewerbsfähigkeit dramatisch beeinträchtigen kann. Die besten Mitarbeiter werden neben Branchen-Know-how zunehmend über hohe soziale Kompetenz verfügen müssen."
Achim Kaspar
Country Manager Cisco Austria

"Die Österreicher sind etwas bequem, wenn es um die Aneignung neuer Technologien geht. Unternehmen und ihre Mitarbeiter würden sich einfacher tun, nicht erst dann zu agieren, wenn etwas zum Zwang wird."
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