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Dialog-backdrop brands4friends: Designerware zum Schleuderpreis soll Online-Handel umkrempelnDer Online-Shopping-Club brands4friends bietet nach eigener Angabe Designerwaren namhafter Hersteller um bis zu 70 Prozent günstiger an. Einer der Gründer ist der Österreicher Constantin Bisanz. Das enorme Wachstum des Portals lockt prominente Investoren wie Holtzbrinck und Tengelmann an. WirtschaftsBlatt befragte e-Commerce-Experten, was sie davon halten.
"Die Österreicher sind unsere Vorzeigekunden", sagt Constantin Bisanz, Mitgründer und Geschäftsführer von brands4frieds Links zum ThemaFactsDas UnternehmenDer Online-Shopping Club brands4friends wurde 2007 in Berlin gegründet. Das Portal verzeichnet derzeit über 2,5 Millionen Mitglieder und hat neben Deutschland länderspezifische Portale in Österreich, Großbritannien und Japan. Geschäftsführer ist der Österreicher Constantin Brisanz, der gemeinsam mit dem CEO Christian Heitmeyer, Nicolas Speeck und Mario Zimmermann das Unternehmen gründete. 2009 erwirtschaftete brands4friends einen Umsatz von 80 Millionen €.
ZitiertAlexander Zacke, Experte für Social Commerce und Social Shopping SystemeScheinbar wird die Ware mit dem Geld der Nutzer bestellt und bezahlt. Dieses Modell gab es auch auf eBay, es ist mitverantwortlich für die schwere Rufschädigung des Auktionshauses YouTubeMarkenartikel zu einem unschlagbaren Preis, so lautet die Devise so genannter Online-Shopping-Clubs, die derzeit im Internet steigende Besucherzahlen verzeichnen. Kleidung, Spielwaren oder Elektrogeräte namhafter Hersteller zu Preisen, die weit unter dem empfohlenen Herstellerpreis liegen, sollen die User zum Kauf animieren. In Foren wird die Seriosität der Shopping-Clubs heftig diskutiert. Die heftigste Kritik richtet sich gegen die langen Lieferzeiten. Nach Angaben des Portals finden sich Artikel von über 400 Herstellern im Porfolio. Darunter Luxuslabels wie Calvin Klein, Dolce & Gabbana, Joop!, Karl Lagerfeld, Roberto Cavalli oder Jil Sander. Für die jüngere Zielgruppe sind stylische Brands wie Carharrt, G-Star, Eastpak, Diesel, Dickies oder Quicksilver. Alexander Zacke, Experte für Social Commerce und Social Shopping Systeme, sieht das Geschäftsmodell von brands4friends etwas kritischer: „Scheinbar wird die Ware mit dem Geld der Nutzer bestellt und bezahlt. Dieses Modell gab es auch auf eBay, es ist mitverantwortlich für die schwere Rufschädigung des Auktionshauses“. Von Vorteil sei jedoch, dass aufgrund der hohen Anzahl der Bestellungen hohe Rabatte ausgehandelt werden können, die dem Kunden zugute kämen. „Die Frage ist aber, wie billig ist das wirklich?“, fragt Zacke. Sein Test ergab, dass die Artikel manchmal nur 15 Prozent günstiger sind, als bei herkömmlichen Online-Shops. Auch wenn die von brands4friends verkündete Ansage von einem Preisunterschied von bis zu 70 Prozent damit nicht immer stimmen möge. „Das Portal ist dennoch der günstigste Anbieter“, resümiert Zacke. mehr eBusiness…
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