
|
Dialog-backdrop Chinesen greifen nach YahooDer chinesische Internet-Händler Alibaba bereitet offenbar ein Gebot für Yahoo vor. Das Unternehmen hat in den USA Lobbyisten angeheuert, die es bei dem Vorhaben unterstützen könnten. Alibaba habe sich an die Kanzlei Duberstein gewandt für den Fall, dass es gemeinsam mit Privatinvestoren eine Übernahme des angeschlagenen Internetkonzerns angehen wolle, sagten Vertreter, die mit der Lage vertraut sind, Reuters. Demnach könnten die Investoren das US-Geschäft von Yahoo übernehmen, während Alibaba und die japanische Softbank die asiatischen Teile erhalten sollen. Ein gemeinsames Angebot einer solchen Gruppe wurde von Branchenexperten auf grob 17 Milliarden Dollar geschätzt. Duberstein selbst veröffentlichte Unterlagen, in denen neben Alibaba auch die Softbank als Kunden genannt ist. Die Japaner halten 30 Prozent an Alibaba und sind Partner bei Yahoo Japan. Yahoo wiederum gehören 40 Prozent von Alibaba. Die Unternehmen versuchen derzeit, ihre komplizierten Überkreuz-Beteiligungen in Asien aufzulösen. Vor allem Alibaba hat Interesse daran, sich dem Zugriff von Yahoo zu entziehen. Der US-Konzern kämpft mit wachsender Konkurrenz von Google und Facebook. Da China das Internet kontrolliert und zensiert, dürfte Alibaba auf massiven Widerstand stoßen bei dem Versuch, ein US-Portal zu übernehmen. Lobby-Unternehmen müssen in den USA ihre Geschäftsverbindungen ab einem gewissen Umfang offenlegen. Duberstein war zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. (Reuters/ekh) mehr eBusiness…
|
Meistgelesen ebc
Nächste Milliardenübernahme von SAP in den USAExpansion. Der deutsche Softwarekonzern baut sein Geschäft mit Cloud-Computing durch... Ähnliche ArtikeleBusiness Experten-Chate-Skills: Welche Fähigkeiten sind in der Zukunft gefragt?Die Wirtschaft erneuert sich in rasender Geschwindigkeit. Was gestern noch gelehrt wurde, kann morgen schon wieder obsolet sein. Manager erzählen, wie ihre Mitarbeiter künftig agieren müssen.
Wolfgang Mayer
Country Manager, Micro Strategy "Ich vermisse bei IT-Entscheidern sehr häufig die Flexibilität, aber auch die Vision, neue Wege aufzuzeigen und diese dann auch zu gehen. Das wird aber in der Zukunft gefordert."
Christian Czaak
Herausgeber, Economy Austria "Digitale Skills sind im modernen Berufsleben notwendig. Bei Mitarbeitern finde ich menschliche Skills allerdings wichtiger. Es geht um die Identifikation mit dem Unternehmen, um soziale Kompetenz und unternehmerisches Einfühlungsvermögen. Neue Medien bieten mehr Freiraum, damit muss man umgehen."
Werner Knoblich
General Manager, EMEA RedHat "Wahltag ist bei uns immer nächstes Jahr. Dann entscheidet der Kunde, ob er unsere Services noch will oder nicht. Wir müssen also stets beweisen, dass wir unser Geld wert sind. Das verlangt technische Kompetenz, aber vor allem auch Ehrlichkeit."
Thomas Kiessling
CIO, Bwin "Das Internet hat unser Geschäftsmodell erst möglich gemacht. Die 1500 Mitarbeiter beweisen täglich E-Skills. Viele davon kann man sich nur bedingt durch Ausbildung aneignen. Wichtiger ist es, sich neuen Entwicklungen, etwa dem Trend zu User Generated Content und Medienkonvergenz, nicht zu verschließen."
Andreas Muther
Geschäftsführer SAP Österreich "Mitarbeiter müssen raus zum Kunden, das Ohr am Kunden haben und neugierig sein. Nur so ist es möglich, zusammen mit dem Kunden die optimale Lösung zu finden. Dafür braucht man vor allem soziale Fähigkeiten."
Thomas Kühlewein
DACH-Chef, VMware "IT ist sehr komplex geworden und oft nicht mehr effizient. Für Neues brauchen wir Leute, die sich in Prozesse vertiefen, dem Kunden neue Wege aufzeigen können. Und dafür ist es nicht notwendig, einen MBA zu haben. Praxis und Gespür, um Innovationen voranzutreiben, ist wichtiger."
Norbert Schöfberger
Direktor Personal Systems Group, HP Österreich "Leben und Arbeiten in der Informationsgesellschaft erfordert die Aneignung von Medien kompetenz. Das ist gleichbedeutend mit lebensbegleitendem Lernen. Das Angebot an mobilen Endgeräten ermöglicht zudem eine immer größere Palette zielgruppenorientierter Bildungsangebote."
Wolfgang Kern
Regional Partner Manager CEE, UC4 Software "Vielen Unternehmen ist nicht bewusst, dass fehlende „Cultural Awareness“ in der Kommunikation die Wettbewerbsfähigkeit dramatisch beeinträchtigen kann. Die besten Mitarbeiter werden neben Branchen-Know-how zunehmend über hohe soziale Kompetenz verfügen müssen."
Achim Kaspar
Country Manager Cisco Austria "Die Österreicher sind etwas bequem, wenn es um die Aneignung neuer Technologien geht. Unternehmen und ihre Mitarbeiter würden sich einfacher tun, nicht erst dann zu agieren, wenn etwas zum Zwang wird." |
Kommentare… Kommentar hinzufügen…