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Digitale Prospekte liefern Schnäppchen auf Knopfdruck

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von Kathrin Gulnerits | 16.01.2012 | 03:33

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Digitale Prospekte liefern Schnäppchen auf Knopfdruck

Handel. Prospektflut ade: Mit Hilfe von meinKauf.at können Produktangebote online gesucht und verglichen werden. Auch der Handel profitiert davon.

Eizinger

Wer keine Lust hat, Berge von Prospekten zu durchforsten, kann bequem via Internet in den digitalisierten Angeboten stöbern.

Zitiert

Markus Pichler, meinKauf.at

Wir können direkt messen, was der Kunde mit dem jeweiligen Prospekt macht

Umstellung

Werbesendungen, Massenmailings und Regionalzeitungen sollen ab Februar 2012 laut Medienberichten nicht mehr täglich, sondern nur noch maximal zwei-oder dreimal in der Woche im Briefkasten landen. Grund für diese "rollierende Zustellung" ist die automatische Sortierung der Infopostsendungen an künftig nur noch drei Standorten in Österreich. Handelsunternehmen können dem Vorstoß der Post wenig abgewinnen. Sie fürchten, dass Kunden künftig Infos über Rabattaktionen möglicherweise zu spät erhalten.

Beinahe täglich stapeln sich die Prospekte von Billa, Merkur &Co. im Postkasten und auch die Angebotsfolder von Schnitzelhaus, Ikea und XXXLutz hängen in schöner Regelmäßigkeit an der Wohnungstür. Wer der Prospektflut nichts abgewinnen kann, aber dennoch die Angebote der Händler im Blick haben will, der wird bei Onlineportalen wie aktionsfinder. at oder marktguru. at fündig.

Vor einem Monat sind auch die Gründer des Coupon-Portals DailyDeal auf den Zug aufgesprungen und haben die Plattform www. meinKauf. at ins Leben gerufen. Die Idee: Alle Prospekte, die im Postfach liegen, an der Tür hängen oder in der Filiale aufliegen, sollen im Web jederzeit abrufbar sein. Es kann nach Stichworten und Branchen wie Spielzeug &Baby, Biomärkte oder Schreibwaren gesucht werden und es gibt Infos, wo die nächste Filiale liegt bzw. wann das Geschäft geöffnet ist.

9000 Kategorien

"Es ärgert sich zwar jeder über die Prospektflut, aber letztlich wollen wir doch wissen, wo das Bier gerade am günstigsten ist", sagt Markus Pichler, Gründer und Investor von meinKauf. at. Bis zu 9000 Produktkategorien von mehr als 100 Händlern und rund 4000 Herstellern sind nach Eigenangaben aktuell digitalisiert und werden im Zwölf-Stunden-Rhythmus aktualisiert. Aber auch für Einzelhändler eröffnen sich neue Möglichkeiten, glaubt Pichler. "Wir können direkt messen, was der Kunde, natürlich anonymisiert, mit dem jeweiligen Prospekt macht." Nachsatz: "Die Vergleichbarkeit wird vielleicht nicht jedem Unternehmen gefallen, aber Konkurrenz belebt ja bekanntlich den Markt."

Das heißt: Informationen darüber, wie lange sich ein Kunde einen bestimmten Prospekt -und auch jene der Konkurrenz -angeschaut hat und wie viele Seiten er durchgeblättert hat, werden auch dem Handel auf Knopfdruck geliefert. Laut Pichler ist der Markt für Prospekte in Österreich jährlich rund 380 Millionen €schwer. Vorerst will er sich mit seinem sieben Mitarbeiter großen Team auf Österreich konzentrieren, in einem zweiten Schritt ist Osteuropa dran. "Die klassischen Prospekte wird es noch eine Weile geben", sagt der 27-Jährige. "Bis eine vollkommene Durchdringung im mobilen Bereich erreicht ist, wird noch Zeit vergehen. Aber man muss den ersten Schritt setzen." Er ist überzeugt: "In ein paar Jahren wird sich auch ein Großteil der klassischen Printwerbung online im Web und mobil abspielen. Das ist auch viel effektiver und effizienter."

Künftig sollen Alert-Funktionen und Useraccounts die Angebote auf seiner Plattform noch zielorientierter aufbereiten. Auch Händler will er verstärkt ins Boot holen: "Da gibt es viele Möglichkeiten, weg von dem Format Prospekt, hin zu tagesaktuellen oder stundenaktuellen und individualisierten Angeboten."

 

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1 Kommentar

Super!

Endlich eine Auflistung von Produktangeboten aus dem EH - das schafft endlich mal mehr Transparenz in diesem Preisdschungel und der Nepperei von Billa & Co. Jetzt weiß ich schwarz auf weiß, was MEIN Hausverstand sagt.

Von Gast: Gast: Scaramouch am 16.01.2012 um 10:55

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