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Einchecken auf den höchsten Gipfeln

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von Stefan Mey | 07.02.2012 | 00:33

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Einchecken auf den höchsten Gipfeln

Unterwegs. Tourismusbetriebe und Händler nutzen Location Based Services (LBS) für kreative Werbung. In Österreich ist die Nutzerzahl noch gering, in den USA jedoch am Höhepunkt.

EPA

Mit dem Smartphone lässt sich der eigene Standort problemlos mitteilen

Facts

Tipps
Wer mit Location Based Services (LBS) werben möchte, sollte Folgendes beachten:

Anwendungen prüfen
Jeden LBS auf seine Vor- und Nachteile untersuchen.

Langfristig planen
Längere Aktionen bleiben besser hängen als einmalige.

Einfach gestalten
Einstiegshürden für den Nutzer gering halten.

Tirol steht in der kalten Jahreszeit für Schnee, Skifahrer, einsame Natur - und für Location Based Services (LBS). Denn mit der "Gipfelstürmer"-App von Tirol Werbung können User auf von ihnen erklommenen Bergen "einchecken" - also signalisieren, dass sie dort waren. Mithilfe der Daten wird der beliebteste Berg der Tourismusregion dargestellt, Touristen werden involviert; die Destination wird somit mittels digitaler Mundpropaganda beworben.

LBS bringen Social Media auf die Straße: Dienste wie Foursquare oder Google Places ermöglichen Handybesitzern, ihren jeweiligen Standort dem Freundeskreis mitzuteilen - Unternehmen bietet dies Chancen zur ortsgebundenen Werbung: Sport Eybl etwa hat vergangenes Jahr einen Skifahrer mit Branding durch das Skigebiet Planai/Hochwurzen düsen lassen, während er seinen Standort über LBS bekannt gab. Wer ihn erwischte und mit dem Slogan des Händlers ansprach, bekam einen Gutschein. Parallel gab es eine Aktion im Geschäft in der Mariahilfer Straße: Checkten Kunden mit dem LBS Foursquare ein, gab es zur Belohnung ein Getränk.

Neue Ansprache

"LBS bieten viel kreatives Potenzial, aber in Österreich gibt es Probleme bei der Userbase", sagt Susanne Liechtenecker, Chefin der Agentur Liechtenecker, zum WirtschaftsBlatt. Denn die LBS haben die breite Masse jenseits der Early Adopters noch nicht erreicht. Laut Daten der Agentur Digital Affairs hatte Platzhirsch Foursqaure in Österreich nie über 20.000 User, Herausforderer Gowalla bleibt stets unter 3000 Nutzern.

In den USA und Deutschland sind die Zugriffszahlen für Foursquare laut Google Ad Planner bereits leicht rückläufig. Facebook erreichte im Jänner zwar rund 30 Prozent der Österreicher, nur ein Bruchteil nutzt aber den integrierten LBS. Eine Sonderrolle nimmt Google Places ein, das in Google Maps integriert ist: "Hier geht es darum, Orte zu finden", sagt Liechtenecker. "Und Suche ist ja Googles Kernkompetenz."

Einsatzbereiche gibt es dennoch für Unternehmen (siehe Tipps), wenn sie die richtige Strategie einsetzen. Und sicher ist: Sollten die bestehenden LBS nicht überleben, steht in Silicon Valley schon das nächste kreative Start-up in den Startlöchern.

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