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HP: Hochwertige IT-Dienste statt nur Hardware

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von Thomas Jäkle | 04.01.2012 | 20:31

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HP: Hochwertige IT-Dienste statt nur Hardware

Nach dem Desaster um den Verkauf der PC-Sparte im August stellt HP die Weichen. In Europa ist der Blick in Richtung Osten gerichtet – mit zweistelligen Wachstumsraten.

HP

Wieder einmal siegen: Yves de Talhouët, Managing Director von Hewlett-Packard soll bei HP den Umbau zum modernen IT-Konzern antreiben

Wien. „Wir wollen mit hochwertigen IT-Lösungen nun auch in Ost- und Südosteuropa punkten", sagt Yves de Talhouët, Managing Director von Hewlett-Packard (HP) für die Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA). Eine schwierige Situation angesichts der Sparprogramme von Regierungen sowie der Zurückhaltung bei Investitionen.

Während in Richtung Osten die IT-Branche mit zweistelligen Wachstumsraten rechnet, seien die Umsätze in Zentral- und Südeuropa, vor allem in Spanien und Italien, „stagnierend bis rückläufig - in Spanien bis minus zwei Prozent". Österreich zählt ebenso zu den schwierigen Märkten. Die Umsätze in der Alpenrepublik „stagnieren". Allerdings: Wien stellt für den HP-Europachef unverändert einen wichtigen Brückenkopf in Richtung Osten dar. Als Forschungsstandort sei Österreich für HP weniger interessant, sagt der Belgier, der erst im Mai in die Top-Führungsriege des IT-Konzerns befördert wurde.

In der EMEA-Region wacht er nun über 39 Prozent des gesamten Konzernumsatzes. Im Geschäftsjahr 2011 (Ende November) hat HP einen Umsatz von 126,2 Milliarden US-$ (98,2 Milliarden €) erzielt.

Kommunikation war "nicht ideal"

De Talhouët wird künftig für die Runderneuerung von HP in Richtung höherwertige IT-Dienste zuständig sein, nachdem die HP-Domänen PC, Drucker und Server als Massenware nur noch geringe Margen abwerfen. Für den im September gefeuerten Ex-Chef Léo Apotheker war die einstellige Marge so gering, dass er gleich die PC-Sparte des Weltmarktführers verkaufen wollte. Apotheker hatte dies den Kopf gekostet. „Die PC-Sparte ist für das HP-Geschäft unverändert wichtig", sagt de Talhouët. Die Kommunikation sei im August „nicht ideal" gewesen.

Ein „klares Nein" zu einem Spin-off oder Verkauf der PC-Sparte lautet heute die Antwort des Europachefs.
Trotz geringer Profitabilität und dem Wirbel um die PC-Sparte konnte HP die Spitzenposition nach Weltmarktanteilen um 5,3 Punkte auf 17,7 Prozent bis Ende November 2011 im Jahresvergleich ausbauen.

Rasche Integration von Autonomy

Keinen Zweifel lässt der Europachef an der Sinnhaftigkeit der Übernahme des britischen IT-Softwarehauses Autonomy. Ex-Chef Apotheker hatte das auf internetbasierte Software (sogenannte Cloud-Software, Anm.) spezialisierte Softwarehaus um 10,8 Milliarden $ gekauft. Experten halten den Deal für überteuert. „Wir werden Autonomy rasch integrieren, die neuen IT-Dienste verkaufen wir bereits", sagt de Talhouët.

 

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