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Orange-Verkauf an Hutchison 3G wackelt

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von Thomas Jäkle | 12.12.2011 | 09:17

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Orange-Verkauf an Hutchison 3G wackelt

Mobilfunk: France Télécom zögert beim Orange-Deal

EPA/Rosan

Stéphane Richard, Chef von France Télécom und Miteigentümer an Orange Austria, hat im Sommer die Strategie geändert - der Verkauf der Österreich-Tochter ist noch lange nicht besiegelt

Wien. Die Übernahme von Österreichs drittgrößtem Mobilfunkanbieter Orange Austria durch den chinesischen Mischkonzern Hutchison Whampoa - Eigentümer der Nummer vier, „3" - ist noch lange nicht beschlossene Sache. Seit gut vier Monaten gibt es Verhandlungen zwischen Orange-Mutter France Télécom (FT), Mid Europa Partners (MEP) und Hutchison.

Finanzinvestor MEP, an Orange Austria mit 65 Prozent beteiligt, soll den kolportierten Verkaufspreis von 1,4 Milliarden € akzeptiert haben. Nur die Orange-Mutter FT, die 35 Prozent an Orange Austria hält, zögert. „Es gibt noch etliche Detailfragen, die den Abschluss des Deals um Wochen verzögern oder sogar verhindern könnten", heißt es in involvierten Kreisen. Dazu zählen die Abgabe und der Tausch von Frequenzen an die Konkurrenz.

Hutchison will den Orange-Billiganbieter Yesss nicht übernehmen. Telekom Austria (TA) sei an Yesss interessiert, aber nicht zum geforderten Preis, heißt es. Die TA will das nicht kommentieren.

Sarkozy sagt an

Die Franzosen haben Mitte 2011 einen Strategieschwenk vollzogen. FT-Vorstandschef Stéphane Richard richtet nun den Fokus auf Afrika. Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy soll angewiesen haben, vor allem in Libyen, Ägypten, Nigeria und Jordanien zu investieren. Frankreich hält 26,97 Prozent der FT-Aktien.

Ex-Orange-Europa-Chef Olaf Swantee, der für eine Übernahme der MEP-Anteile in Österreich plädiert hatte, ist seit September Chef von Everything Everywhere in Großbritannien. Das 2009 von der britischen FT-Tochter Orange und T-Mobile ­gegründete Joint Venture war angetreten, um beim Betrieb von Funknetzen und im Einkauf zu kooperieren.

 

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