"Wenn man seine Daten in sozialen Netzwerken und in lokalen Diensten wie Foursquare nicht gut betreut, dann ist das so, als würde man seine Geschäftsauslage nicht herrichten", meint Mathias Kimpl, Technologie-und Web 2.0-Berater bei der Agentur PXP. Er ist fix davon überzeugt, dass die Erfassung der Positionsdaten von Kunden ein großes Marketing-und Geschäftspotenzial birgt; besonders, wenn es darum geht, Kunden zu aktivieren oder diese zu binden. "Der durchschnittliche Österreicher hat fünf Kundenkarten in der Tasche. Wären seine Daten erfasst und wäre er bereit, seine Positionsdaten offenzulegen, dann könnte er kontaktiert werden, sobald er in die Nähe eines Shops kommt", so Kimpl. Auf internationaler Ebene sei festzustellen, dass sich die großen Anbieter mit entsprechenden Services bereits in Stellung bringen würden. So habe Facebook die Applikation Places gelauncht und Google und Groupon würden an ähnlichen Dienste arbeiten. Auch Microsoft starte mit Bing Versuche, mobile Suchabfragen mit Gutscheinangeboten jener Shops, die in der Umgebung der Suchenden liegen, anzureichern. PXP startete diesen Winter einen Versuch in der Wintersportregion Sölden. Dort wurden Kabinen der Seilbahn und mehrere Werbeflächen im Skigebiet mit Sujets für die Kampagne "Rehgehege" bestückt. Es ging um Kontakte zum anderen Geschlecht, die über SMS und das mobile Einloggen auf der Plattform Foursquare hergestellt werden konnten. Zu gewinnen gab es neben neuen Beziehungen auch Getränke in den teilnehmenden Hütten.
"Wir stießen auf eine Reihe von Schwierigkeiten", gesteht Kimpl. Nicht alle, die auf der Piste sind, haben ihr Handy dabei, oft schalten Touristen das Datenroaming ab, nur wenige sind User der Plattform Foursquare."