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Dialog-backdrop Telekom-Regulator Georg Serentschy verliert an RückhaltTelekombranche. Die Netzbetreiber gehen zum Telekom-Regulator auf Distanz und zweifeln an seiner Unparteilichkeit. FactsRegulierter WegOktober 2002: Infrastrukturminister Mathias Reichhold (FPÖ) holt Georg Serentschy von AD Little als Telekom-Regulator.
2006: Universaldienstverordnung soll für Telekom mit Wissen Serentschys von Minister Hubert Gorbach (BZÖ) angepasst worden sein. November 2010: Serentschys Vertrag wird von Ministerin Doris Bures (SP) verlängert. Ende 2010: Bestellung in Vorstand der EU-Telekomregulatoren BEREC, wo er Ende 2011 Vorsitzender wird. Seit Sommer 2011 ermittelt Staatsanwaltschaft gegen Serentschy. Wien. Die kurzfristige Absage von Telekom-Regulator Georg Serentschy per E-Mail, beim Korruptions-Untersuchungsausschuss zu erscheinen, stößt in der Telekombranche auf Unverständnis. Die Front derer, die dem RTR-Chef noch zur Wiederbestellung im November 2010 Rosen gestreut haben, bröckelt kräftig. A1, T-Mobile und Orange hatten damals bei Infrastrukturministerin Doris Bures für Serentschy lobbyiert. „3" verhielt sich neutral. „Das Nichterscheinen bei einem U-Ausschuss ist eine ganz schlechte Optik", heißt es bei einem einstigen Serentschy-Befürworter. „Er hätte erscheinen müssen, auch wenn er sich der Aussage entschlagen hätte." Offiziell will keiner der Mobilfunker Stellung nehmen, sie distanzieren sich bereits von Serentschy. Große Zweifel Für die bevorstehende Vergabe neuer Funkfrequenzen und die Beurteilung des Übernahmedeals von Orange durch „3", bei dem auch ein Teil an die Telekom Austria verkauft werden soll, wird seitens der Mobilfunkunternehmen bereits an Serentschys Unparteilichkeit gezweifelt. Im Zuge der Telekom-Affäre wird der Chef-Regulierer neben den Ex-Telekom Austria-Vorständen Heinz Sundt, Boris Nemsic und Rudolf Fischer sowie Ex-Verkehrsminister Hubert Gorbach (FPÖ/BZÖ) als Beschuldigter geführt. Seit zehn Monaten soll die Staatsanwaltschaft Wien bereits gegen Serentschy ermitteln. Er hat am Donnerstag angekündigt, nach Akteneinsicht auszusagen. Ob Serentschy künftig als Beschuldigter in der Telekom-Affäre weiterhin als Regulator tätig bleiben kann, müsse man sich anschauen, fordert bereits SPÖ-Fraktionsführer Hannes Jarolim.
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