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Dialog-backdrop Ein Ansprechpartner für die ganze CEE-RegionCEE bleibt für die österreichischen Unternehmen ein Hoffnungsmarkt. Die österreichische Agentur WHITE HOUSE verstärkt ihre Präsenz auf dem Markt. WirtschaftsBlatt: WHITE HOUSE geht mit der Digitel Pristop Group (DPG) zusammen. Was versprechen Sie sich von der Partnerschaft Ihrer beider Agenturen? Vinzenz Stimpfl-Abele, Geschäftsführer WHITE HOUSE: Wir starten nun eine operative Zusammenarbeit. Wir wurden der DPG, die sich am österreichischen Markt umgehört hat, für eine Partnerschaft empfohlen. Ein erstes Projekt läuft schon für die Stadt Klagenfurt. Tomas Vucurevic, COO Digitel Pristop Group: Bis jetzt haben wir vor allem den ex-jugoslawischen Markt abgedeckt. 2009 hat die DPG verschiedene Beteiligungen in Serbien, Mazedonien und Griechenland gestartet. Österreich ist für uns sehr wichtig, das bildet zusammen mit unserer griechischen Niederlassung das Sandwich um die Region. Die CEE-Region musste 2009 Rückgänge hinnehmen. Spüren Sie das auch? Stimpfl-Abele: Viele österreichische Unternehmen haben in Südosteuropa zweifelhafte Erfahrungen gemacht. Gleichzeitig wird das wieder ein Hoffnungsmarkt werden. Springt der Markt in Westeuropa wieder an, werden die Zuwächse in der CEE-Region noch viel höher ausfallen. Wir bieten den Unternehmen einen One-stop-Shop. Sie können die Region mit einem einzigen Ansprechspartner abdecken. Was für Agenturen suchen sich die Unternehmen im Moment? Vucurevic: Der Trend geht weg von allzu bindenden Verträgen mit großen internationalen Netzwerkagenturen. Weil was nützt mir ein Netzwerk, dass vielleicht in der Region nur lückenhaft vertreten ist? Und gerade KMU suchen Agenturen, die einen ROI auf ihre Marketingaktivitäten liefern. Österreich ist ein Print- und Plakatland. Was sind die wichtigsten Werbeträger in der Region? Vucurevic: Die Märkte sind alle unterschiedlich. Slowenien ist zum Beispiel kein starkes TV-Land, in Serbien gibt es dagegen 30 verschiedene TV-Sender. In Slowenien ist mobiles Internet sehr stark vertreten. Plant man eine Kampagne, muss man sich über die Infrastruktur informieren. Zum Beispiel wie viele Smartphones gibt es in einem Land? Wie werden sich die Märkte nach der Krise weiterentwickeln? Vucurevic: Natürlich hatten wir 2009 auch Rückgänge. In den Bereichen Mediabuying und klassische Werbung bis zu 40 Prozent. In Slowenien gab es interessanterweise auch im Online-Bereich Rückgänge von 30 Prozent im Gesamtmarkt. Wie erklären Sie sich diese Entwicklung? Vucurevic: Das hängt mit dem Geschäftsmodell der Digital-Agenturen zusammen. Agenturen, die sich nur auf die Entwicklung von Webseiten spezialisieren, sind im vergangenen Jahr ganz stark zurück gegangen. Neue Anwendungen und Geschäftsmodelle müssen entwickelt werden. So wird das Thema mobile Apps immer wichtiger. Wir haben dazu gekauft und sind so mit weniger als zehn Prozent Minus durchs Jahr gekommen. Das ist deutlich weniger als der Mitbewerb. Deshalb konnten wir unseren Marktanteil steigern. Wo sehen Sie das größte Potential? Vucurevic: Der größte Markt in der Region wird sicherlich Serbien sein. Das Land rückt durch die Aufhebung der Visumspflicht enger an die EU. Dort haben wir 2009 dazugekauft, wir haben jetzt drei Agenturen in Serbien. Heuer werden wir dort die Strukturen optimieren und noch weiter wachsen. mehr Fotogalerien…
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