von Michael Vorauer | 07.11.2007 | 02:56
Dynamische Kleinbetriebe WIEN: Schlanke CBG ist mit Konzernen dick im Geschäft
Kleiner Betrieb ganz gross: Das Software-Unternehmen CBG Informatik verdoppelt den Umsatz in den letzten drei Jahren. Die Mitarbeiter sind heute weltweit unterwegs.
CBG Informatik-Chef Helmut Friesl über die Freuden des Berufs: „Es ist schon ein Kick, ein Projekt erfolgreich durchzuziehen“
Dynamik
Umsatz 2006:
3,1 Mio. €
Steigerungsrate:*
93,9 %
Mitarbeiter:
15
*von 2004 bis 2006Dy
Die Rankings zum Download
Auch kleine Software-Unternehmen können mit Konzernen gross im Geschäft sein. Das beweist die CBG Informatik GmbH. Immer öfter sticht der 15-Mitarbeiter-Betrieb aus Wien 19 auch bei internationalen Gross-Projekten die Branchen-Riesen – vornehmlich deutscher Provenienz – mit ihren ERP-Software- und Business-Intelligence-Lösungen aus. „Der Kunde muss entscheiden, ob er eine lange Implementierungszeit und hohe Kosten will oder nicht“, sagt CBG-Geschäftsführer und Miteigentümer Helmut Friesl.
Schlank sein heisst deshalb die Devise bei der CBG, zu deren Kunden Magna, Novartis, MAN, Obi oder BWT gehören. In der Projektumsetzung kommen die Wiener dabei im Vergleich zu den Branchen-Riesen mit bis zu einem Zehntel an Manpower aus. Friesl: „Wir sind keine finanziellen Abenteurer.“ Ausserdem sei man extrem prozessorientiert. „Wir erledigen nicht nur reine Implementierung. Wir möchten verstehen, was der Kunde macht.“ Ausserdem würde auf bestehende Standards aufgebaut werden. Friesl: „Niemand will zusätzliche Tools kaufen. Mit Microsoft kann jeder umgehen.“
Gar nicht schlank sind die Zuwachsraten der 2001 gegründeten CBG: Der Umsatz hat sich in den letzten drei Jahren auf 3,1 Millionen € verdoppelt, die Zahl der Mitarbeiter ist von acht auf 15 gestiegen. Die Eigenkapitalquote liegt aktuell bei 38,5 Prozent – der Branchen-Schnitt bei 14,4 Prozent.
Ursprünglich im deutschen Sprachraum gestartet, sind die CBG-Mitarbeiter heute fast weltweit unterwegs: In England, Frankreich, Italien, Slowakei etwa, aber auch in den USA, China oder Brasilien. Und mit dem Wachstum soll noch lange nicht Schluss sein. „In den nächsten zwei, drei Jahren wollen wir auf 35 Mitarbeiter aufstocken“, sagt Friesl. Dabei mache man sich aber keinen Druck, es bräuchte gut ausgebildete Leute. Und die sind nicht leicht zu finden. „Wir brauchen Mitarbeiter, die verstehen, wie ein Betrieb läuft, deshalb sind wir mehrheitlich Betriebswirte und keine Informatiker“, sagt Friesl.
Ohne Reisebereitschaft läuft bei der CBG gar nichts: „Wir sind vier Tage die Woche unterwegs, das ist auch eine Belastung.“ Die werde aber bei weitem aufgewogen. Friesl: „Es ist schon ein Kick, ein Projekt erfolgreich durchzuziehen.“

Platz 2
Metz & Partner Baumanagement Ziviltechniker GmbH zählt sich heute im Bereich Baumanagement zu den grössten und bedeutendsten Ingenieurbüros Österreichs.
Haupttätigkeitsgebiete sind Infrastrukturprojekte. Zu den Kunden zählen die Asfinag, die ÖBB, die SCHIG, Banken wie auch Flughafengesellschaften.
Metz & Partner hat mit seinen 63 Mitarbeitern in den vergangenen drei Jahren den Umsatz um 44,7 Prozent gesteigert.

Platz 3
Die
XIT-cross information technologies GmbH ist ein international tätiges Beratungsunternehmen in der IT-Branche. Der Hietzinger Consulter betreut KMU bis hin zu international vertretenen Unternehmen.
Mit seiner Kernkompetenz in Beratung, Planung, Implementierung, Betrieb und Wartung von IT-Infrastrukturen ist das Fünf-Mann-Unternehmen flott unterwegs: Mehr als 500 Prozent Umsatzplus, auf 2,2 Millionen €, in drei Jahren.
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