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Mit oder ohne Chef

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von Beatrice Bösiger | 10.09.2009 | 19:34

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Mit oder ohne Chef

Arbeitswelt. Mehr Verständnis zwischen Chefs und Mitarbeitern - wie soll das bloß gehen?

Buch-Tipp

Ohne Chef ist auch keine Lösung
von Volker Kitz u. Manuel Tusch, Verlag Campus

Die beiden Autoren Volker Kitz und Manuel Tusch wissen, wo im Arbeitsleben der Schuh drückt. Nach ihrem "Frustjobkillerbuch", in dem die beiden Autoren das Massenphänomen der Unzufriedenheit mit dem eigenen Job untersuchten, nehmen sie sich in ihrem neu erschienenen Buch ("Ohne Chef ist auch keine Lösung") nun den "Frustfaktor Chef" vor. "Die Idee entstammt zahlreichen Leserzuschriften", sagt Volker Kitz. Darin beklagten sich Chefs und Mitarbeiter gegenseitig übereinander. Nun ist das Thema ja nicht gerade neu, in der einschlägigen Managementliteratur finden sich viele Regalmeter, die sich dem Verhältnis zwischen Chefs und ihren Mitarbeitern widmen. Warum also das Thema noch einmal aufgreifen? "Wir zeigen in unseremBuch beide Perspektiven, das ist neu", sagt Kitz. Bisher sei das Thema meist nur aus einem Blickwinkel behandelt worden.

Bücher für Angestellte beschäftigen sich meist damit, wie dem Chef eine Gehaltserhöhung entlockt werden kann, während Literatur für Chefs sich meist damit abgibt, wie die Personalkosten gesenkt werden können.

Hohe Erwartungen. Das Gefühl fehlender Gerechtigkeit ist nach Ansicht der beiden Autoren einer der Hauptgründe, weshalb es zwischen Chefs und Mitarbeitern oft kriselt - etwa wenn Mitarbeiter zu wenig gelobt werden. Der Grund dafür liegt an den unterschiedlichen Erwartungen, die die eine Seite des Arbeitslebens an die andere hat. In "Ohne Chef ist auch keine Lösung. Wie Sie endlich mit ihm klarkommen" werden diese untersucht und unberechtigte aussortiert. "Wir benennen für beide Seiten die Rechte und Pflichten, die nicht im Arbeitsvertrag stehen", sagt Kitz. Zehn Gebote umfasst dieser "psychologische Arbeitsvertrag", damit soll wieder mehr "Menschlichkeit" ins Büro gebracht werden. Fazit: Das Buch bietet unterhaltsame Lektüre, ob allerdings in Zeiten gestiegener Unsicherheit am Arbeitsplatz ein Plädoyer für mehr Verständnis ausreicht, das Verhältnis zwischen Chef und Mitarbeiter nachhaltig zu verbessern, sei dahingestellt.

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