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Dialog-backdrop Super-Personalisten dringend gesuchtDer Bedarf nach Personalchefs ist stark gestiegen, sagen die einen Berater. "Stimmt nicht", sagen die anderen. Einig sind sie sich nur über eines: Personalverrechner sind auf jeden Fall Mangelware. "Es gab noch nie so viele Anzeigen für HR-Funktionen", sagt Consulter Christian Havranek von Deloitte Human Capital. "Da wird gesucht, als ob die Unternehmen einen Personalisten pro zehn Mitarbeiter bräuchten." Bedarf gebe es für jenen Typ Personalmanager, der dialogfähig mit der Führung ist, diese herausforderere und sich auch als Stratege im Rahmen der Unternehmensinteressen sehe. Noch heuer will Deloitte daher zusammen mit Coach Barbara Heitger einen Lehrgang für Personalisten starten; Personalchefs sollen in strategischen Bereichen wie Change Management und Projektmanagement geschult werden. "Es wird ein High-End-Lehrgang. Es wird also nicht der Junior neben dem Vollprofi sitzen." Hinter der plötzlichen Suche nach den Super-Personalisten liegt der berühmte War for Talents. Die Unternehmen wollen ihre Chancen im Kampf um die besten Köpfe dadurch verbessern, indem sie sich auch die besten Personalchefs zulegen. Das mutmaßt zumindest Jacques André Mertzanopoulos, Geschäftsführer des Headhunters Arthur Hunt. Er ist gerade selbst für seine Kunden auf der Suche nach zwei Human Resource-Spezialisten, davor waren zwei Jahre lang gar keine benötigt worden. "Gesucht werden Menschen, die sich super in das Unternehmen, aber auch super in die Mitarbeiter und Kandidaten hineinversetzen können, die Karrierepläne entwickeln und mit viel Gespür gute Kandidaten aussuchen", sagt Mertzanopoulos. Statt acht oder neun Länder zu betreuen, würden Personalchefs heutzutage nur mehr ein bis zwei in der Verantwortung haben, müssten aber verstärkt als Allrounder auftreten. "Keine Lösung". Bessere Personalisten für bessere Chancen im War for Talents? Stephan Jansen, Chef von SAM Headhunting Österreich, klingt leicht pikiert: "Ich glaube nicht, dass das die Lösung für alles ist." Er sieht - zum Unterschied zu den Vorhergenannten - auch keinen gestiegenen Bedarf nach Personalmitarbeitern. "Es werden nicht mehr oder weniger als sonst gesucht." Auch Catro-Chef Christoph Ulmer und Kienbaum-Beraterin Sabine Joanowitsch sehen die Sache differenzierter. "Es gibt immer einen irrsinnigen Bedarf nach guten Mitarbeitern", sagt sie. "Wir suchen zwar immer wieder HR-Mitarbeiter, aber in jeder Position kommt es zu Fluktuationen", dagegen er. Offizieller Mangel. Nur eine Berufsgruppe im Bereich Human Resources erfreut sich übrigens ungebremster Beliebtheit: Der Lohn- und Gehaltsverrechner, der am 1. Juli offiziell zum Mangelberuf erklärt wurde. Das heißt, dass es pro offener Stelle maximal 1,5 Arbeits-suchende gibt. "Das will halt wirklich keiner werden", sagt Mertzanopoulos bedauernd. "Dabei ist das ein absolut sicherer Job." mehr Karriere…
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