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Der Trend zum Auslagern erfasst Personalabteilungen

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von Beatrice Bösiger | 03.12.2009 | 22:32

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Der Trend zum Auslagern erfasst Personalabteilungen

Die Personal-Agenden auszulagern kann ein heikles Unterfangen sein, es bietet aber Vorteile.

WB/Mayr

Manuela Lindlbauer, Geschäftsführerin von Lindlpower

Zitiert

Manuela Lindlbauer, Geschäftsführerin von Lindlpower

Personalunternehmen sichern sich damit neue Einnahmequellen.

Eine externe Sicht auf die Dinge im Unternehmen", das ist der Vorteil, den für Wolfgang Tutsch, Executive Direktor von Conwert, eine externe HR-Stelle mitbringt. Nötig wurde die Auslagerung durch die heuer erfolgte Umstrukturierung des Wiener Immobilienunternehmens. Tutsch: "Die Personal-Agenden lagen vorher bei den einzelnen Standorten". Nun sollen Dinge wie Führungskräfte- und Organisationsentwicklung zentral gesteuert werden.

Die Nachfrage nach einer Auslagerung von Personal-Agenden ist also vorhanden, es gibt aber auch Kritik am System: "Gerade wenn es um Personalfragen geht, gibt es in Sachen Outsourcing eine Hemmschwelle", sagt Manuela Lindlbauer, Geschäftsführerin des Personalmanagementunternehmens Lindlpower, das HR-Outsourcing anbietet. Der Grund dafür ist, dass viele Unternehmen aus Kostengründen Dienstleistungen auslagern und im Unternehmen dann die entsprechenden Stellen eingespart werden. "Oft haben Mitarbeiter das Gefühl, dass die Qualität der HR-Arbeit durch die Auslagerung leidet", sagt Lindlbauer. Ausgelagert werden dann beispielsweise Leistungen wie Personalverrechnung, Dienstzeugnisse oder die Karriereentwicklung. Nützen können dieses Service Unternehmen unabhängig von ihrer Größe; so können auch kleinere Unternehmen, die vielleicht bis dato über keine eigene HR-Abteilung verfügen, durch den Zukauf von externen Leistungen profitieren.

Einnahmequelle

Neben Lindlpower gibt es weitere Personalunternehmen am österreichischen Markt, die das Service für sich entdeckt haben. Verantwortlich dafür sei der heurige Rückgang beim Recruiting-Geschäft, wie Manuela Lindlbauer glaubt. Auch die Personalberater müssten sich auf die Suche nach neuen Einnahmequellen machen.

Bei der Conwert soll die ausgelagerte HR-Abteilung jedoch nur eine temporäre Angelegenheit sein. Tutsch: "Ab kommendem Jahr soll dies in eine Fixstelle umgewandelt werden". Da sich das System bewährt hat, werde Conwert jedoch im Bedarfsfall auch künftig auf externes Wissen zurückgreifen. ?

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