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Dialog-backdrop Weichen Faktoren auf der Spur: Meinung der Mitarbeiter zähltEine neue Methode ergänzt übliche Kennzahlsysteme von Unternehmen und soll bei Strategieausrichtung und Führungsfragen helfen. ZitiertGabriela Pesch, Vorstand Acoopex AGWir sind derzeit sehr begehrt, weil viele Firmen umstrukturieren und Evaluierung brauchen. Analyseverfahren. Firmenfusionen und Übernahmen sind in Krisenzeiten an der Tagesordnung. Doch wie geht es den Mitarbeitern, wenn zwei Unternehmen fusionieren, die das ursprünglich gar nicht wollten? Wie verändern sich Werte? Qualitativ hochwertige Antworten auf derart komplexe Fragen sind jedoch Mangelware. Mit Hilfe der Point-of-Mind-Methode soll sich das nun ändern. "Bei Veränderungsprozessen in Unternehmen konnte man zuvor nie nachweisen, wie sich die Einstellung der Mitarbeiter ändert", schildert Gabriela Pesch, Vorstand des Marktforschungsunternehmens Acoopex AG, wie alles begann. "Wir haben ein neues Erhebungsverfahren entwickelt, zu dem sowohl eine eigene Software als auch eine spezielle Interviewtechnik gehört." Nach einem Start-Workshop, bei dem die Untersuchungsfrage zusammen mit dem Kunden geklärt wird, beginnen die Interviews. Die eigens geschulten Interviewer, Psychologen, Soziologen und Pädagogen führen dabei persönliche Gespräche, bei denen keine inhaltlichen Fragen gestellt werden. Die Befragten wählen stattdessen aus drei Vergleichselementen (TV-Sender, Automarken etc.) jene beiden aus, die sich ihrer Meinung nach ähnlich sind. Sie beschreiben die Gemeinsamkeit der beiden Elemente mit eigenen Worten, zum Beispiel als "abgehoben". Danach formulieren sie das Gegenteil des Begriffs, zum Beispiel authentisch. Zwischen diese Gegensatz-Spanne wird eine Skala gelegt, wodurch man Prozentsätze errechnen kann. "Somit wird eine Quantifizierung qualitativ erhobener Informationen möglich", sagt Pesch. Entwickelt wurde das Modell vom Psychometriker Otto B. Walter, dem Wirtschaftsinformatiker Christian Stary und dem Wissenschaftstheoretiker Matthias Varga von Kibéd. "Als die Point-of-Mind-Methode fertig war, merkten wir, dass sie nicht nur zur Evaluierung von Veränderungsprozessen, sondern überall einsetzbar ist", sagt Pesch. Universal-Methode. Die Methode funktioniert bei der Erforschung emotionaler Zuschreibungen zu einer Marke ebenso wie bei der Frage, was Mitarbeiter von einem Vorgesetzten erwarten. Seit eineinhalb Jahren ist "Point of Mind" im Einsatz, bisher wurden 15 Projekte mit einem wahren Potpourri an Kunden abgewickelt. Einer davon ist das Mobilfunkunternehmen Orange, das herausfinden wollte, wie der ideale Mobilfunkshop aussieht; auch Siemens und Spar zählen zu den Kunden. "Das Spannende an der Methode ist, dass sie keine Kategorien vorgibt, sondern der Kunde im Gespräch selbst seine Bilder entwickelt und dass man in Prozentzahlen feststellen kann, wie nah man am Ideal des Kunden ist", sagt Christian Boldrino, Head of Consumer Sale bei Orange. Je nach Erfüllungsgrad ergibt sich daraus der entsprechende Handlungsbedarf. "Die Stärke ist, dass das qualitative Interview viel ertragreicher ist als ein Fragebogen", bestätigt Helmut Naumann, Leiter der Statistik-Abteilung der Wirtschaftskammer Wien. Er hat die Methode zum Thema Bürokratieabbau eingesetzt. "Als Ergänzung zur klassischen Marktforschung ist sie sehr gut." Das Pilotangebot von 10.000 € für 30 Interviews und zwei Workshops gilt noch bis Ende 2010. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Karriere…
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1 Kommentar
Gratuliere !
Wieder eine neu Luftpu*erei für Consulter . Bis endgültig alles und jeder
verblödet ist und ein Totalstillstand eintritt.
Von Gast: Gast: Hemdsärmelig am 16.01.2010 um 16:08
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