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Dialog-backdrop Tourismus braucht mehr Top-ManagerViele Arbeitsstunden, Schwarzarbeit, schlechte Bezahlung: In Bezug auf die Arbeitsbedingungen kämpfen Gastronomie und Tourismus mit einem schlechten Image. Verstärkte Weiterbildung und höhere Akademikerquote sollen die Bedingungen verbessern. FactsBeispiel BulgarienAuch außerhalb Österreichs lässt sich gut Skifahren. So sind in Bulgarien in den vergangenen Jahren verschiedene Ressorts aus dem Boden gestampft worden. Beliebt als Destination ist das Land vor allem bei Touristen aus Großbritannien.
Trotz aller Investitionen, es fehlt an der Ausbildung des Personals: "Für die Tourismusbranche gibt es in Bulgarien kein Ausbildungssystem", sagt Astrid Steharnig, Geschäftsführerin der Wiener Agentur Team4Tourism, die Tourismusprojekte in Osteuropa berät. Zudem fehlt ein Kollektivvertrag, der den Beschäftigten einheitliche Arbeitsbedingungen sichern soll. So sind in der Branche 70 bis 80 Stunden Arbeitszeit pro Woche die Regel. Die Wirtschaftskrise hat den Bauboom in Bulgarien jedoch gestoppt: Wegen nicht bezahlter Kredite sind seit Ausbruch der Krise mehrere hundert Hotels wieder an die Bank zurückgefallen. Tourismus. Die Branche kämpft etwas mit einem schlechten Image", sagt Stefan Zanini, Geschäftsführer des Catering-Unternehmens SV Österreich catering & services. So leiden viele Unternehmen in Gastronomie und Tourismus unter einer hohen Mitarbeiterfluktuation. Zusätzlich ist auch Schwarz-arbeit nach wie vor ein Thema. Dies zeigt eine Studie, die die KMU Forschung im Auftrag der Wiener Wirtschaftskammer zu Jahresbeginn veröffentlichte. Von den allein in Wien am Fiskus vorbei erwirtschafteten 1,7 Milliarden € entfällt rund ein Fünftel, also etwa 340 Millionen €, auf die Gastronomie und das Beherbergungswesen. Schuld an der hohen Mitarbeiterfluktuation sind die geringen Aufstiegschancen, was gerade für qualifizierte Mitarbeiter kaum ein Anreiz ist, lange in der Branche zu verweilen, wie der Vorsitzende der Tourismusgewerkschaft vida, Rudolf Kaske, meint. Zudem winkt, oft trotz abgeschlossener Ausbildung, nur ein niedriges Gehalt. Nach Berechnungen der Gewerkschaft verdiente 2008 im Tourismus jeder zweite Beschäftigte weniger als 1463 € brutto im Monat. So schlecht sei das Gehaltsniveau in der Branche nicht, meint dagegen Christa Lausenhammer, ehemalige Unternehmenssprecherin der Österreich Werbung. Bei diesen Zahlen handelt es sich um Durchschnittsgehälter für eine ganze Branche. "Und da sind dann auch schlecht bezahlte Berufe wie beispielsweise Kellner oder Zimmermädchen dabei." Ausbildung forcieren. In den verschiedenen Bereichen variieren die Arbeitsbedingungen sehr stark. So sind zum Beispiel in der À-la-carte-Gastronomie unregelmäßige Arbeitszeiten an der Tagesordnung. Dagegen sind in der sogenannten "Gemeinschaftsverpflegung", beispielsweise in Mitarbeiterrestaurants, Schulen oder Kliniken, geregelte Arbeitszeiten die Regel, wie Stefan Zanini erzählt. Die Arbeitssituation und die Perspektiven der Mitarbeiter sollen durch Forcierung der Weiterbildung verbessert werden. Vor allem der Anteil an Akademikern in der Branche sei noch verbesserungswürdig, so Christa Lausenhammer, die im März in Bad Vöslau ein Hochschulstudium für Touristiker startet. Dieser liege hierzulande noch "im Promillebereich". Wer eine Führungsposition anstrebt, der müsse in anderen Ländern schon länger ein abgeschlossenes Studium vorweisen. In Österreich war das bis jetzt nicht zwingend nötig. Wer sich also bei einem internationalen Tourismuskonzern bewerben will, erhöht mit einem Titel seine Chancen. Zusätzlich hilft ein wissenschaftlicher Hintergrund beim Tagesgeschäft. Lausenhammer: "Touristiker müssen zum Beispiel genau über ihre Zielgruppen Bescheid wissen." Hier helfen Kenntnisse aus Sozialwissenschaften und Marktforschung. Auch SV Österreich setzt aus Weiterbildung. "Aufstiegsmöglichkeiten und Jobzufriedenheit sind mit der Branche vereinbar", sagt Stefan Zanini. Als ehemaliger Koch sei er selber ein gutes Beispiel dafür. Bei SV Österreich werden qualifizierte Mitarbeiter durch Weiterbildung und Aufstiegsmöglichkeiten an das Unternehmen gebunden. Allerdings lassen sich die eingangs zitierten Imageprobleme der Branche nicht allein durch bessere Einbindung und Motivation der Mitarbeiter aus der Welt schaffen, meint Zanini. Schuld daran sind nicht zuletzt die Medien: "Geschichten über die schwarzen Schafe in der Branche bekommen nach wie vor mehr Aufmerksamkeit als die Erfolgsgeschichten." Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Karriere…
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1 Kommentar
Inzucht
Das Problem in der Gastronomie ist, dass die Besitzer zu 90% unfähige Würstchen sind, welche meistens durch Vererbung zu Ihrer Chefposition kommen und Ihre Unkompetenz durch einen agressiven Führungsstil zu kompensieren versuchen.
Von Gast: Gast: Kampfschrei am 16.01.2010 um 13:06
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