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Start-Up entwickelt Fenster mit Köpfchen

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von Oliver Bayer | 04.02.2010 | 23:54

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Start-Up entwickelt Fenster mit Köpfchen

Fensterglas kann zur künstlichen Lichtquelle umgebaut werden, wenn sich ein brandneues Start-Up aus Wien mit seiner neuen Technologie durchsetzt.

WB/Foltin

LightGlass-Geschäftsführer Paul Brettschuh

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Für die einen ist ein Glas halb leer, für die anderen halbvoll. Für fünf heimische Jungunternehmer ist der philosophische Disput vielseitiger als es auf den ersten Blick scheinen mag. Sie haben LightGlass gegründet, eine Firma die multifunktionales Glas entwickelt. "Die Forschungen begannen bereits vor acht Jahren", sagt LightGlass-Geschäftsführer Paul Brettschuh. Jetzt habe die Technik endlich Produktreife erreicht und die Lizenzierung und Patentierung des Produkts seien abgeschlossen.

Die Lightglass-Technologie umfasst insgesamt vier Funktionen. Diese werden in einen herkömmlichen Isolierglasverbund (er besteht aus doppelten Glasscheiben) je nach Kundenwunsch verbaut. Zum einen kann das Glas mit Hilfe von LEDs vollflächig durchleuchtet werden. "Das war bis jetzt nicht möglich. Glas konnte nur hinterleuchtet werden", erklärt Brettschuh. Weiters lassen sich auch färbiges Acrylglas und technische Module wie LCD-Bildschirme in den Verbund einbauen (siehe dazu auch den Bericht in der aktuellen Ausgabe des WirtschaftsBlatt Kompakt).

Das Geschäftsmodell dahinter

LightGlass hat in sieben europäischen Ländern (Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich, England, Niederlande, Dänemark) und den USA die Patentrechte für diese Technologie. "Wir suchen jetzt solide Partner und Lizenznehmer in diesem Ländern. Unser Ziel ist ein organisches Wachstum mit diesen Partnern", sagt Brettschuh. Die Partner sollen für Produktion und Vertrieb von LightGlass zuständig sein. "Wir stellen uns dann eine Umsatzbeteiligung vor", so Brettschuh. In Österreich hat man mit der Firma Petschenig Glastec aus Leopoldsdorf bereits einen gefunden. "Ziel ist die Internationalisierung unserer Produkts. Wir wollen pro Land einen Partner des Vertrauens haben", sagt Brettschuh.

Zielgruppe seien vor allem Architekten und Designer, die man vom Nutzen der neuen Glastechnik überzeugen will. "Lightglass öffnet neue Märkte und Potenzial, wie Glas überhaupt verwendet werden kann", sagt Brettschuh. Die nicht beleuchtete Variante startet bei 750 € pro m². Die durchleuchteten Modelle beginnen bei 1200 €.

Vielfältige Anwendungsgebiete

"Wo immer normales Glas verwendet wird, kann man auch LightGlass verwenden. Es ist auch voll integrierbar in bestehende Glasarchitektur", so Brettschuh. Für ihn könnte die Technik etwa bei Trennwandsystemen, im Ladenbau, in Aufzügen, im Fassadenbau, in der Hotellerie und im Wellnessbereich Anwendung finden. Im weiteren Verlauf sei es auch denkbar, dass Lightglass auch im Lichtbereich Anwendung findet. So könnte die Technik zum Beispiel herkömmliche Beleuchtungskörper in Häusern und Wohnungen ersetzten. Statt "Turn on the lights" hieße es dann "Turn on your window", so Brettschuh. Die LED-Technologie sei wiederum für Bereiche wie Außenwerbung sehr interessant. So soll Gewista bereits großes Interesse an dem Konzept zeigen.

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