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Kleinvieh macht auch offline viel Mist

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von Stefan Mey | 18.02.2011 | 00:41

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Kleinvieh macht auch offline viel Mist

Crowdfunding, das Finanzieren durch Kleinstbeträge, funktioniert nicht nur im Internet, sondern auch über Events. Die nächste Chance dazu gibt es auf der CeBIT.

Femory

Auf einer Seedlounge finden Start-ups und Investoren zueinander

Wer Kapital braucht, muss dieses nicht zwingend von einem einzigen großen Investor bekommen; es reichen mehrere kleine - das Prinzip des "Crowdfunding" ist in den USA bereits etabliert, in Europa fasst es gerade Fuß. Über Websites wie kickstarter.com stellen Start-ups ihre Ideen vor und sammeln Geld von der Bevölkerung. Einen anderen Weg gehen die "Seedlounges" - diese sind eben deswegen innovativ, weil sie nicht online sind.

"Im Gegensatz zu reinem Online-Crowdfunding haben Events etwas Persönliches und Emotionales", sagt Thomas Koch, der als Geschäftsführer von Kongress Media einer der Gestalter der Seedlounge ist. Begonnen hat Koch im Juni letzten Jahres, allerdings noch "sehr informell". Soeben fand eine weitere Seedlounge in München statt, die nächste ist für Anfang März im Rahmen der CeBIT in Hannover geplant.

Rund 108 Start-ups hatten sich für München beworben, Koch traf sich mit Partnern und wählte 40 Kandidaten aus. Davon wurden sechs von einer Jury gewählt, die ihr Konzept vor dem Publikum präsentierten. Die Zu schauer gaben per SMS bekannt, an welchem Unternehmen sie sich beteiligen. Schon ab 100 € ist man dabei - bei einem kleineren Betrag lohnt sich der Verwaltungsaufwand nicht. "Es gibt viele Start-ups am Markt", sagt Koch: "Die Business Angels sind froh, wenn für sie eine Vorauswahl getroffen wird."

Direkter Kontakt

Die Kontakte gibt Koch an die Start-ups weiter, die sich die Verträge mit den Spendern ausmachen. Für Leo Sauermann, Geschäftsführer des Wiener Start-ups Gnowsis und Gewinner der Münchener Seedlounge, ist der Finanzierungsprozess nun aber noch lange nicht abgeschlossen. "Wir sind weiter auf der Suche nach Investoren", sagt er. "Crowdfunding bleibt eine von vielen Möglichkeiten, an Geld zu kommen."

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