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Dialog-backdrop Angestellte sind kein Auslaufmodell in der BerufsweltDas Buch „Jobstars" räumt mit dem Mythos vom glücklichen Selbstständigen auf und erklärt wie Angestellte von Gründern lernen können. FactsDer AutorConrad Pramböck studierte Rechtswissenschaften und startete seine Karriere bei einer deutschen
Unternehmensberatung. Seit 2000 berät er Unternehmen weltweit in Gehaltsfragen. Er ist bei Pedersen & Partners für die Entwicklung und Pflege von Gehaltsdatenbanken, Gehaltsanalysen und variable Vergütungssysteme verantwortlich. „Jobstars - Mehr Glück, mehr Erfolg, mehr Leben als Angestellter“ ist sein erstes Buch. ZitiertConrad Pramböck, Gehaltsexperte bei Pedersen & PartnersSelbstverwirklichung ist Angestelltensache. Wir tun das, worin wir gut sind - den Rest erledigen die Kollegen.
Arbeitsstunden werden nicht gezählt, Urlaub ist ein Fremdwort, Geldverdienen die oberste Priorität und Existenzängste ein ständiger Begleiter. Dennoch scheint die Selbstständigkeit für viele Menschen eine gewisse Attraktivität zu haben. Allein im Jahr 2011 wurden laut WKO in Österreich rund 35.000 neue Unternehmen gegründet. Die meisten Start-ups gibt es in den Sparten Gewerbe und Handwerk, Handel und Information und Consulting. Berufliche Ziele besser erreichen Sein eigener Chef zu sein ist aber oft nicht so rosig, wie man glaubt. Der studierte Rechtswissenschaftler und Unternehmensberater Conrad Pramböck versucht mit seiner Publikation "Jobstars" der Illusion vom glücklichen Selbstständigen ein Ende zu bereiten und gleichzeitig die Arbeitnehmer anzuspornen ihr altes Berufsbild abzulegen. „Statt dem Zeitgeist zu folgen und sich selbstständig zu machen, sollten sich Angestellte lieber ein paar Stärken von erfolgreichen Selbstständigen abschauen", sagt der Buchautor Pramböck. Zu den wichtigsten Eigenschaften der Unternehmer zähle neben Mut und Entschlossenheit, die Kunst zur Selbstmotivation und vor allem die des Delegierens. „Es spricht zum Beispiel nichts dagegen, dass ein moderner Angestellter mit Einverständnis seines Chefs Teile seines Jobs auf eigene Kosten an externe Dienstleister auslagert", meint er. Wer verdient besser? In punkto Gehalt gehen die Meinungen auseinander. So gibt Pramböck zwar zu, dass selbstständige schneller reich werden können als Angestellte, die Wahrscheinlichkeit dafür liege aber unter der eines Lotto-Sechsers. Das deutsche Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) sieht das anders. Bereits nach drei Jahren verdienen 38 Prozent der Gründer mehr als zuvor in abhängiger Beschäftigung, so das Fazit einer aktuellen Untersuchung. Unter den Angestellten verdienten laut DIW im Jahr 2010 rund 35 Prozent weniger als 1100 Euro. „Es gibt auch unter den Selbstständigen Geringverdiener, doch dies ist nicht unbedingt eine Folge der Entscheidung für die Selbstständigkeit. Dieses Problem dürfte eher mit bestimmten Branchen zusammenhängen oder ist auf einen niedrigen Ausbildungsabschluss zurückzuführen", erklärt DIW-Experte Alexander Kritikos Google macht es vor Trotzdem habe sich in den vergangenen Jahrzehnten nach Ansicht von Conrad Pramböck keine Berufsgruppe so positiv entwickelt wie die der Angestellten. Auch große Konzerne haben das erkannt. Als Beispiel nennt er den Suchmaschinen-Riesen Google. Die Google-Macher wissen genau, dass eine hoch motivierte Belegschaft ihr eigentliches Erfolgsgeheimnis ist. Und dieses Asset muss gepflegt werden. So wird in der Kantine der Google-Zentrale im kalifornischen Mountain View den Mitarbeitern Frühstück und Mittagessen gratis und in höchster Qualität zur Verfügung gestellt. Dazu zahlt Google neben Spitzengehältern die Gesundheitsvorsorge und bietet unter anderem eine Sauna, ein Fitness-Center, den Shuttledienst zum Büro und sogar die Autowäsche gratis an. "Die demografische Entwicklung spricht für moderne, kompetente Angestellte", sagt Pramböck. „Den Kampf um die Talente gewinnen immer die Talente selbst." Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Karriere…
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3 Kommentare
Die (traurige) Realität in Österreich!
Die Einkommen nach dem RH Bericht:
Aktiveinkommen:
Arbeiter:.........18.318.-
Angestellte:.....34.146.-
Selbstständige.23.657.-
Beamte:..........51.228.-
Soziale Altersicherung
Gesetzliche PV.:.14.634.- (ASVG)
Ruhegenuss:.....35.693.- (+143%!)
Die Statistik Austria gibt auch für 2010 die Werte zur Pension der Selbstständigen an.
Ingesamt:...899.-
Männer:...1.222.-
Frauen........669.-
Nach Meldung der BA befinden sich auch 43% der KMU permanent in der Verlustzone. Etwa 70% der Unternehmen in Österreich haben (nach der Creditreform) eine Eigenkapitalquote von unter schwachen 30%.
Die Neugründungen betreffen doch vorwiegend EPUs und Unternehmen, welche nur für den Zweck von Nachfolgeregelungen (Übernahmen) gegründet wurden (USt.!).
Über Alles gesehen hat es in Ö keinen Sinn Unternehmer zu werden. Bei Zwangsabgaben bis über 50% der Wertschöpfung wird man doch nur ausgeraubt! Nur naive Träumer, oder Menschen mit erheblichen Druck, die machen noch Gründungen.
Von Gast: Gast: ET am 22.02.2012 um 18:44
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Re: Extrem traurig
ist hier eindeutig das eklatant hohe Beamteneinkommen. Das ist mit ein Grund warum die Steuerlast steigt und steigt.
Ich kann trotz aller eGovernance Werbungen nur sagen: Der Service-Gedanke ist bis dato nur unbefriedigend vorhanden, die bürokratische "Zettelwixerei" noch immer ein Wahnsinn (Spitze des Eisbergs). Der Moloch hat schon so ein unglaubliches Eigenleben und kann vermutlich nicht mehr gestoppt werden.
Von Gast: Gast: AndiKr am 28.02.2012 um 10:41
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Re: Es ist nicht alles Traurig!
Ja so eine Statistik kann einen schon entmutigen. Gott sei dank denken nicht alle so. Man muss sich schon vergegenwärtigen welche Arten von Selbstständigen hier zusammengezählt werden. Ich arbeite täglich mit und für UnternehmensgründerInnen und treffe erstaunlicherweise auf sehr wenige "naive Träumer und Menschen mit erheblichen Druck" sonder eher auf hochmotivierte Menschen mit Visionen (auch Träumen) die es wert sind verfolgt zu werden. Erstaunlich an dieser Statistik des RH ist für mich der Abstand beim Aktiveinkommen zwischen Beamten und den Rest der Welt.
Von Gast: weberbernhard@yahoo.com am 24.02.2012 um 13:20
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