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Burn-out-Seminare: Genau hinschauen

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von Kathrin Gulnerits | 03.02.2012 | 11:57

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Burn-out-Seminare: Genau hinschauen

Mit der Zahl der Burnout-Betroffenen steigt auch das Coachingund Seminarangebot zum Thema. Genaues Hinterfragen von Inhalten und Anbietern ist empfehlenswert.

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Viele Seminaranbieter wittern derzeit beim Thema Burn-out ein gutes Geschäft

Facts

Definition
Eine klare Definition von Burnout gibt es nicht. Einen Vorstoß wagt jetzt die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde in Berlin, die Anfang März ein Positionspapier vorstellen will, das Klarheit in die Begrifflichkeiten bringen und künftig dabei helfen soll, genauere Diagnosen zu stellen. Unter anderem soll betont werden, dass die burn-out-typische Erschöpfung in erster Linie mit der Überlastung am Arbeitsplatz oder innerhalb der Familie zu tun hat.

Konkrete Zahlen gibt es nicht. Fakt ist aber: Die Zahl der Burn-out-Erkrankten steigt - und mit ihr steigt das Seminar- und Coachingangebot zu Burn-out. Das Angebot ist vielfältig; manchmal auch fragwürdig. Betroffene und jene, die vorbeugen oder sich informieren wollen, haben die Wahl: "Burn-out-Coaching auf Teneriffa", "Bestform statt Burn-out", "Anti-Burn-out-Seminar" oder doch lieber "Entflammen, ohne zu verbrennen"?

"Viele Anbieter haben nicht verstanden, was Burn-out ist, und was sie anbieten, belegt das", sagt Beraterin Petra Brenner, die mit ihrem Unternehmen "the couragefactory" ebenfalls Coachings und Seminare zum Thema anbietet. Ein Glaubwürdigkeitsproblem hat sie jedenfalls nicht. Denn auch Brenner hatte Burn-out - und sie steht dazu. "Die Teilnehmer schätzen diese Offenheit. Das heißt aber nicht, dass nur jene Beratung machen sollen, die das selbst erlebt haben", betont Brenner.

Große Verantwortung

Sie beobachtet aber auch, dass viele Anbieter jetzt auf einen sehr lukrativen Seminarzug aufspringen. "Sie wittern den Verdienst, sind sich aber der Verantwortung nicht bewusst." Die Expertin warnt vor Massenabfertigung und schnellen Lösungen. Vielmehr sollten Themen wie Entschleunigen, Grenzen setzen und Erkennen von inneren Antreibern im Mittelpunkt stehen. Von Ansätzen á la "Und nachher wissen Sie, wie sie ein Burn-out vermeiden", hält Brenner nichts. In ihren Firmenseminaren, die sie auch auf Englisch anbietet, geht es vor allem um Sensibilisierung und um einen gesundheitsfördernden Führungsstil. "Zu akzeptieren, dass andere Menschen andere Leistungsgrenzen haben, ist ein erster Schritt." Die Nachfrage nach Coachings ist gut, auch die Firmenseminare sind gefragt, wenngleich hier das Wort Burn-out immer noch heikel ist. "Unternehmen wollen sich mit der Thematik beschäftigen, es aber dann doch lieber anders benennen."

Auch beim Seminarveranstalter Business Circle wird es künftig Veranstaltungen zum Thema geben: Im Juni einen Workshop zur Burn-out-Prävention; im September einen dreitägigen Lehrgang "Gesund heitsmanager". "Es ist jetzt einfach das Thema", sagt Firmenchefin Romy Faisst. Einen Wildwuchs sieht sie nicht. "Wenn ein Thema aufkommt, muss man es abhandeln."

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2 Kommentare

Gewinn und Menschlichkeit

Bei jedem Anbieter von Burnout Beratung findet sich ein Gewinninteresse. Auch Berater müssen essen, - seien Sie nun lange am Markt, oder nach eigenem Burnout zu dem Entschluss gekommen, Ihre Erfahrungen und Ihr Fachwissen zu verknüpfen. Egal ob neu oder etabliert, ein Kunden - Unternehmen oder Betroffene - müssen sich beim Berater menschlich sicher fühlen, denn Burnout verlangt Paradigmenwechsel! Unternehmen müssen die internen Kosten für den "Verbrauch" von Beschäftigten im Wettbewerb erkennen. Hier sollte m.E. ein guter Berater den Einstieg zur kontinuierlichen Verbesserung der Prozesse und Strukturen im Unternehmen liefern. Der Betroffene braucht in erster Linie medizinische und psychotherapeutische Betreuung. Nebenkosten durch Coaches, insbesondere ohne zeitliche Begrenzung können m.E. für Menschen in psychologisch prekärer Lage eher gefährlich werden. Betroffene sollten nicht gleich abschließen und vor allem sich selbst vertrauen!

Von Gast: Gast: Stephan Jäckel - www.burnout-unternehmensberatung.de am 06.02.2012 um 15:35

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richtig!

Deshalb haben wir (Unternehmen mit etwa 3.600 Beschäftigten) uns für einen Seminaranbieter entschieden, der schon über 10 Jahre auf dem Markt ist und nicht im Verdacht steht, "auf einen Zug aufgesprungen" zu sein: die "Burnout Fachberatung"
Das Seminar war richtig gut! Dass nicht nur ich das so empfunden habe, kann man auch auf deren Referenzseite sehen.

Von Gast: Gast: Norbert G. am 04.02.2012 um 18:38

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