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Dialog-backdrop Business-Netzwerk Xing: Keine Angst vor FacebookDas Social Network Xing wird kräftig Konkurrenz von LinkedIn, aber auch von Facebook bekommen, schätzen Experten. Xing sieht dagegen noch großes Potenzial. ACHT JAHRE XINGXing wird heuer acht Jahre alt. Das Social Network hat weltweit 11,4 Millionen Mitglieder, 5,1 Millionen davon im deutschsprachigen Raum. In Österreich sind 420.000 Menschen Xing-Mitglieder, was einem Zuwachs von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In Wien hat jeder fünfte Erwerbstätige einen Account bei Xing.
Xing ist seit 2006 börsennotiert, seit 2011 im TecDAX gelistet. Gesamtumsatz und EBIT-DA stiegen im dritten Quartal verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um je 20 Prozent auf 16,6 bzw. 5,4 Millionen €. Der Umsatz im Bereich E-Recruiting stieg um 60 Prozent. In Österreich wird Xing von 74 Prozent der Personalisten genutzt. "Was soll ich auf Xing? Ich bin international tätig", oder "Xing ist mir zu langsam, auf Twitter kann ich Botschaften viel schneller rausschicken" -Sätze wie diese sind in letzter Zeit öfter zu hören. Und auch Experten rechnen damit, dass die Luft für Xing, das im deutschsprachigen Raum das stärkste Business-Netzwerk ist, dünner wird. "Meiner Meinung nach wird Xing in den nächsten Jahren massiv Konkurrenz von LinkedIn bekommen, das verstärkt in den deutschen Markt drängt", sagt Judith Denkmayr, Geschäftsführerin von Digital Affairs. Gemeinsam mit Integral hat die Agentur den Social Media Report 2011 herausgegeben. Darin ist etwa zu lesen, dass 48 Prozent der Internetnutzer "in den letzten vier Wochen" Facebook genutzt haben, Xing wurde im selben Zeitraum von sechs Prozent der Befragten besucht. Denkmayr geht sogar so weit, zu sagen: "Facebook hat alles overruled", und verdränge andere Netzwerke wie StudiVZ, Xing und Myspace. Facebook ist Treiber "Das ist falsch", sagt Robert Beer, seit einem Jahr Country Manager von Xing Schweiz und seit Anfang November auch von Österreich. Facebook sieht er nicht als Konkurrenten, sondern als "sehr wichtigen Treiber". Mit der Nischenposition von Xing hat Beer kein Problem: "Auch die Zahlen einer Boulevardzeitung sind viel stärker als die eines Fachmediums." Obwohl die Mitglieder-und Umsatzzahlen von Xing stark wachsen (siehe Kasten), rechnen Experten mit Gefahr seitens anderer Netzwerke. "LinkedIn ist international und hat über 100 Millionen User", sagt Judith Denkmayr. Wer vor allem international vernetzt ist, tendiere zu LinkedIn. Robert Beer gibt sich gelassen - die Stärken von Xing sieht er im nationalen und regionalen Bereich. Besonders stolz ist er auf die starke Verknüpfung von On-und Offline-Netzwerk: Gruppen treffen einander auch real regelmäßig und Events werden immer öfter auf Xing angekündigt. Mit dem Image als fade kleine Schwester von Facebook und Twitter kann der Schweizer gut leben: "Xing ist nicht sexy, das ist nicht unser Anspruch." Im deutschsprachigen Raum stieg die Mitgliederzahl im dritten Quartal um 19 Prozent auf 5,1 Millionen. Für Österreich sieht Beer noch großes Potenzial: "Eine Million Mitglieder ist nicht unmöglich." Derzeit sind es 420.000. Besonders stark wächst Xing im Bereich E-Recruiting: Der Umsatz ist dort im dritten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum 2010 um 60 Prozent auf 3,1 Millionen € gestiegen. mehr Karriere…
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