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Das Internet ist Heimat der vergebenen HR-Chancen

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von Melanie Manner | 11.03.2011 | 00:38

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Das Internet ist Heimat der vergebenen HR-Chancen

Consultingunternehmen Lundquist nahm Unternehmens-Websites unter die Lupe: Wie gut funktioniert das Employer Branding gegenüber potenziellen Bewerbern?

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Zu viele Unternehmen nutzen die Möglichkeiten nicht, die das Internet in Sachen HR bietet

Die Karriereseiten österreichischer Unternehmen sind, vom Employer Branding-Standpunkt aus gesehen, noch ausbaufähig. Einerseits sind sie für Bewerber nicht ausreichend attraktiv, andererseits schrecken sie im Bewerbungsprozess sogar ab, urteilt eine Studie im Rahmen der "Employer Branding Online Awards" der italienischen Kommunikationsberatung Lundquist. Dafür wurden die Karriereseiten von 100 Unternehmen weltweit, darunter 20 österreichische Unternehmen, untersucht.

Zwar bieten mehr als 80 Prozent der österreichischen Unternehmen auf ihren Websites Basisinformationen für Bewerber - also beispielsweise welche Stellen besetzt werden, oder eine Möglichkeit, Lebenslauf und Bewerbungsschreiben für spezifische Positionen zu schicken. Was aber bei der großen Mehrheit fehlt, ist ein überzeugender Grund, weshalb Jobsuchende bei ihnen und nicht woanders arbeiten wollen sollten.

"Das ist eine vertane Chance, wo doch 95 Prozent der Jobsuchenden in der Studie angaben, dass sie die Website genau ansehen, bevor sie sich bewerben", kommentiert Eric Sylvers, Employer Branding-Experte bei Lundquist. Eine Liste mit offen gewordenen Stellen sei einfach nicht mehr ausreichend. Was fordert er noch? Zum Beispiel eine Liste der häufig gestellten Fragen (FAQ), Mitarbeiterstatistiken oder die Verlinkung mit Social Media-Sites (siehe Kasten oben).

Keine Antwort

Und Sylvers legt noch eins drauf: Nicht nur, dass die Eigenwerbung nach Ansicht von Lundquist mangelhaft ist, die Unternehmen schrecken ihre Bewerber durch ihre mangelnde Erreichbarkeit via Website ab. Lundquist verschickte bei jenen Unternehmen, die auf ihrer Website HR-Kontaktinformationen boten, ein fiktives Bewerber-Mail, in dem gefragt wurde, innerhalb welchen Zeitraums ein Bewerber denn eine Antwort bekäme.

Während Raiffeisen International diese Frage innerhalb von nur einer Stunde beantwortete und die Erste Group, die Vienna Insurance Group und Intercell innerhalb von mehreren Tagen reagierten, war die große Mehrheit der Unternehmen praktisch incommunicado: Acht antworteten im Untersuchungszeitraum einfach gar nicht, weitere acht hatten überhaupt keine HR-Kontaktdaten auf ihrer Website. Positiv stach den Studienautoren Zumtobel ins Auge, als jenes Unternhmen mit der ausführlichsten Liste an HR-Kontakten: Jede Abteilung im HR-Bereich war mit eigener Ansprechperson und Kontaktdaten genannt.

Die besten Punktezahlen im Rahmen der Studie bekamen die OMV, Zumtobel und die Voestalpine. Allerdings liegen OMV und Zumtobel mit 44 Punkten von 100 noch weit hinter den globalen Siegern: Dort gewannen Royal Dutch Shell (71,5), Mercedes-Benz (64) und BP (63,5). Unter den letzten fünf in Österreich zu finden: Intercell, Flughafen Wien, die österreichische Post, Schoel ler-Bleckmann und die EVN.

Tipps

So gehts gar nicht - behauptet Berater Lundquist:

FAQ 95 Prozent boten keine Liste oft gestellter Fragen für ihren Recruiting-Prozess

Mitarbeiterstatistiken 95 Prozent gaben auf ihren Karriereseiten keine Mitarbeiterstatistiken bekannt

CSR Überhaupt kein Unternehmen schilderte CSR-Aktivitäten, die für Mitarbeiter von Interesse wären

Mehr Social Media Kein Unternehmen verlinkte zu mehr als einer Social Media-Seite, um Stellenangebote zu platzieren, nur fünf Prozent nutzten Social Media, um überhaupt ihre Marke zu präsentieren (Nur solche Versuche zählten, wo Links von der eigenen Website zu der Social Media-Seite führten).

Ethik Einen Ethik-Code boten nur fünf Prozent der Unternehmen

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