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"Die meisten Berater hatten ein gutes Jahr"

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von Kathrin Gulnerits | 11.11.2011 | 00:36

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"Die meisten Berater hatten ein gutes Jahr"

Hat es mit Neumann International das erste Krisenopfer in der Personalberaterbranche erwischt? Nein, sagt Headhunter Hans Jorda. Die meisten hatten ein sehr gutes Jahr.

Mayr

"In Wahrheit müssten wir alles zusammenlegen", sagt Hans Jorda, CEO Neumann & Partners, der den kleinteiligen österreichischen Personalberatermarkt kritisiert

Neumann &Partners und Neumann International haben in der Vergangenheit nicht nur um die besten Karriereköpfe national und international gerangelt, sondern mussten hierzulande auch des Öfteren Unklarheiten bezüglich ihrer Firmennamen ausräumen. Erst im Oktober musste Hans Jorda, CEO von Neumann &Partners, klarstellen, dass er "weiterhin erfolgreich am Markt agiert". Der Hintergrund: Neumann International hatte am 6. Oktober überraschend Insolvenz angemeldet (das WirtschaftsBlatt berichtete).

Jetzt klopft dem Vernehmen nach der eine oder andere Mitarbeiter bei Jorda zwecks Job an -kommentieren will er das nicht. Dabei ist schon 2010 die gesamte Osteuropa-Mannschaft mit rund 30 Mitarbeitern "übergelaufen". "Mein Plan war das nicht, die vom Markt wegzubekommen. Vielmehr wollte ich beide Unternehmen wieder zusammenführen. Das hat nie wirklich funktioniert." Schon seit Jahren verhandelte Jorda um einen Zusammenschluss der beiden aus der ursprünglichen Personalberatung Helmut Neumann hervorgegangenen Unternehmen.

Keine Schadenfreude

"Ich habe null Schadenfreude", betont Jorda im Gespräch mit dem WirtschaftsBlatt. "Ich bedaure das, weil es auch für die Branche nicht gut ist." Er vermutet, dass Managementfehler, die "nicht von heute auf morgen entstanden sind" und wechselnde Eigentümer der Grund sind. "Die Insolvenz hat mit der Krise überhaupt nichts zu tun", sagt Jorda. "Die meisten Personalberater hatten heuer ein sehr gutes Jahr."

Alles zusammenlegen

Das Problem des österreichischen Marktes besteht darin, dass es zu viele kleine Personalberater gibt, die sich gegenseitig die Aufträge wegnehmen. "In Wahrheit müssten wir alles zusammenlegen", sagt Jorda. "Ich sehe nicht Eblinger oder Tengel als Konkurrenten, sondern eher die Amerikaner." (Amrop Jenewein bzw. Eblinger &Partner; Anm. der Redaktion).

Gemeint sind Platzhirsche wie Heidrick & Struggles, doch bei denen läuft derzeit auch nicht alles rund. Dem Vernehmen nach zieht sich das Unternehmen, das am noblen Wiener Kohlmarkt residiert, aus dem österreichischen Markt zurück. Für Jorda ein Zeichen, dass sich die Amerikaner auf eine kommende Krise vorbereiten.

"Ja und nein", sagt Österreich-Chef Markus Kaiser. "Wir bilden größere regionale Hubs und betreuen von dort aus die globalen Accounts." Das heißt im Klartext: Kaiser wird künftig von München aus die Aktivitäten in Österreich und CEE leiten. "Der regionale Markt ist aber damit kein Teil unseres Geschäftsmodells mehr", sagt er. Betroffen sind Österreich und zwölf andere Büros.

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