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Lohnvergleich: Einkäufer schneiden schlecht ab

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von Evelin Past | 08.02.2012 | 15:49

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Lohnvergleich: Einkäufer schneiden schlecht ab

Karriere. Gute Einkäufer können viel herausholen für ein Unternehmen. Trotzdem führen sie beim Gehalt immer noch ein Schattendasein.

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Positionen im Einkauf sind zwar strategisch wichtig, hinken beim Gehalt aber noch hinterher.

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Durchschnittliche Gehälter von Einkäufern in Österreich 2011

Facts

Zur Studie
Die Befragung wurde im Oktober 2011 von der Personalberatung Penning Consulting, der Einkaufsberatung Kerkhoff Consulting und dem Forum Einkauf des Österreichischen Produktivitäts-und Wirtschaftlichkeits-Zentrums (ÖPWZ) elektronisch durchgeführt. Insgesamt haben sich 175 österreichische Unternehmen aller Branchen an der Studie beteiligt.

Eine aktuelle Gehaltsanalyse der Personalberatung Penning Consulting, Kerkhoff Consulting und dem Forum Einkauf des Österreichischen Produktivitäts- und Wirtschaftlichkeits-Zentrums (ÖPWZ) zeigt, wie sich die Gehälter von Einkäufern zusammensetzen und in welchen Branchen sie am meisten verdienen. Soviel vorweg: Professionelles Einkaufen ist eine Management-Disziplin, die sich bis Dato noch unter dem Wert verkauft.

Jahresgehalt: 82.000 Euro

Nur ein Drittel der Einkäufer in Österreich erhalten neben ihrem Grundgehalt eine variable Vergütung. Selbst in den Führungsetagen sieht es trist aus. Nur jeder zweite Einkaufsleiter hat eine Bonusvereinbarung. Im Durchschnitt liegt dieser Bonus bei rund 4000 Euro. "Einkäufer verdienen, auch unter Berücksichtigung des Gesamtpaktes mit Boni und Zusatzleistungen, im Vergleich häufig immer noch signifikant schlechter als etwa Mitarbeiter im Vertrieb", sagt Personalberater Stephan Penning. Das durchschnittliche jährliche Gehalt von Einkaufsleitern in Österreich lag laut Gehaltsstudie im vergangenen Jahr bei 82.000 Euro. Zudem verfügen nur 17 Prozent der Befragten über ein Firmenauto.

Energiebranche legt vor

Geht es nach dem Gehalt, können High Potentials am ehesten in der Energiebranche für eine Karriere im Einkauf gewonnen werden. Dort verdienen Einkäufer hierzulande am besten. Im vergangenen Jahr lag ihr durchschnittliches Salär bei 106.000 Euro im Jahr. Dahinter folgt die Holz- und Papierindustrie mit einem Verdienst von 77.000 Euro. Die Auto- und Pharmabranche sowie die Maschinenbauer vergüten ihre Einkäufer im Durchschnitt mit 65.000 Euro. Das Schlusslicht macht der Dienstleistungssektor: Einkäufer erhalten ein durchschnittliches Jahresgehalt von 47.000 Euro. Abgesehen von der Branche spielt auch die Größe des Unternehmens und die Höhe des Einkaufsvolumens eine Rolle bei der Vergütung von Einkäufern. So verdienen Einkaufsleiter großer Unternehmen mit einem Umsatz von mehr als 100 Millionen Euro um 40 Prozent mehr als ihre Kollegen in umsatzschwächeren Firmen.

Wie sich die Boni zusammensetzen

Die Bemessungsgrundlage der Boni spornt ebenfalls nicht zu Höchstleistungen an. Nur ein Viertel des Bonus lässt sich im Einkauf durch Individualziele erreichen. 36 Prozent des Bonus werden fällig beim Erreichen der Unternehmensziele, 27 Prozent beim Erreichen der Bereichsziele und 12 Prozent beim Erreichen der Teamziele. "In österreichischen Einkaufsabteilungen gibt es aktuell kaum differenzierte Vergütungssysteme auf Basis spezifischer Steuerungs- und Messgrößen", sagt Gundula Jäger, Geschäftsführerin der Wiener Niederlassung von Kerkhoff Consulting.

Strategische Schlüsselposition

Dennoch sieht die Zukunft rosiger aus, als der aktuelle Statusbericht vermuten läßt. So ist Personalberater Stephan Penning davon überzeugt, dass die strategische Bedeutung des Einkaufs in den kommenden Jahren zunehmen wird und die Gehälter dadurch steigen. „Schon heute tun sich Unternehmen in Österreich schwer, Nachwuchs zu rekrutieren. Die Besetzung von Vakanzen dauert im Durchschnitt acht Monate und länger", sagt er. So haben 83 Prozent der befragten Unternehmen angegeben, keinen Nachfolger für strategische Schlüsselpositionen im Einkauf zu haben.

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