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Medizintechnik-Berufe ringen um Anerkennung

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von Andrea Möchel | 02.12.2011 | 09:57

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Medizintechnik-Berufe ringen um Anerkennung

Die gute Nachricht: Gesundheitsberufe sind -angesichts der demografischen Entwicklung -die Jobs mit den besten Aussichten auf eine Arbeitsplatzgarantie

dpa/A3512 Roland Weihrauch

Die schlechte Nachricht: "Obwohl die Angehörigen der Medizinisch-Technischen Dienste die drittgrößte Berufsgruppe im heimischen Gesundheitswesen repräsentieren, werden ihre Anliegen noch immer nicht entsprechend wahrgenommen", beklagt Gabriele Jaksch, Präsidentin der Interessenvertretung MTD-Austria. Zur Berufsgruppe der sogenannten "gehobenen medizinisch-technischen Dienste" (MTD-Berufe) zählen unter anderem biomedizinische Analytiker, Diätologen, Ergotherapeuten, Logopäden, Physiotherapeuten und Radiologietechnologen. Die MTD-Austria stellt nun Forderungen an die Politik. Jaksch: "Ohne deren Realisation werden die Qualitätssicherung und die Patientensicherheit unterminiert."

Auf Krankenschein

Gefordert wird unter anderem eine offizielle Registrierung von MTD-Berufsberechtigten, analog der Registrierung von Ärzten durch die Ärztekammer. "Damit soll eine deutliche Erkennbarkeit der MTD-Berufsberechtigten im Unterschied zu weniger qualifizierten gewerblichen Anbietern erfolgen", erläutert Jaksch.

Darüber hinaus sollen alle Leistungen der gehobenen MTD-Berufsgruppen künftig "auf Krankenschein" zu beziehen sein. "Dem steht der drastische Sparkurs im Gesundheitswesen entgegen, allerdings muss man die Folgekosten mitberechnen, die entstehen, wenn sich Menschen eine nötige Therapie nicht leisten könnnen", gibt Jaksch zu bedenken. "Doch anstatt hier Geld in die Hand zu nehmen, wird seitens der Politik zu kurzfristig gedacht." Dementsprechend sind auch die bisherigen Reaktionen auf die Forderungen der MTD-Branche ausgefallen.

Null Reaktion

"Die Reaktion der Politik war gleich null", bedauert Jaksch. Umso wichtiger wäre es daher, dass die MTD-Branche besser in jenen Gremien vertreten ist, die das Gesundheitssystem steuern. "Bisher gibt es nur einige Gesundheitsberufe wie Ärzte oder Apotheker, die in Kammern organisiert sind", schildert Jaksch das Problem. "Offenbar hat man Angst davor neue große Gruppen wie die MTD - und die Pflegeberufe künftig mitentscheiden zu lassen."

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