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Dialog-backdrop Online-Training für Sprachen im PraxistestKeine Zeit für einen Sprachkurs? Online-Anbieter machen das Sprachenlernen einfach, kurzweilig und in den Alltag integrierbar. Sprachen lernen anno 2011: Der persönliche Besuch in einer Sprachschule ist dazu nicht unbedingt notwendig; alles läuft online ab -und zwar durchaus ungewöhnlich, wie das WirtschaftsBlatt im Test bemerkte: Kaum registriert und gerade einmal zwei kleine Übungen absolviert, blinkt ein Fenster auf: Jemand möchte mit mir chatten. Ich nehme an und erfahre, dass "Francisc" Halb-Rumäne und Halb-Ungar ist. Er ist nach Österreich gekommen, um ein neues Leben anzufangen. Und er will so schnell wie möglich Deutsch lernen, deshalb hat er sich als einer von elf Millionen Usern bei Livemocha registriert. Ich selbst habe als Lernsprache im System Englisch angegeben. Es dauert eine Weile, bis sich einpendelt, in welcher Sprache wir schließlich kommunizieren: Letztendlich schreibe ich auf Deutsch, er hingegen auf Englisch. Etwas später lese ich, dass ich Lehrerpunkte sammeln kann und damit Token, also quasi Spielgeld, verdiene. Wer sich registriert, startet mit 200 Token, die aber nach wenigen Übungen verbraucht sind. Ich entscheide mich, eine Übung eines Deutschlernenden zu korrigieren. Nach etwa drei Minuten bin ich um 30 Token reicher. Eine Stunde später finde ich eine Nachricht in meiner Inbox: Der User hat meine Korrektur als "äußerst hilfreich" bewertet und mir eine Nachricht geschrieben. Wie ein Spiel Livemocha funktioniert wie eine Mischung aus Computerspiel und sozialem Netzwerk. Schnell lernt man andere User kennen, weil das System auf dem gegenseitigen Helfen basiert. Zwang gibt es keinen: Es ist möglich, nur die Übungen zu absolvieren. Im Angebot sind acht Sprachen, darunter Russisch und Mandarin. Wer andere Sprachen lernen will, kann das mithilfe von Usern tun, deren Muttersprache zum Beispiel Inuit oder Afrikaans ist. Die Bezahlung läuft nach einem Premium-System: Gegen einen Monatsbeitrag von knapp zehn € (ein Jahr kostet knapp 100 €) sind alle Lektionen, Kurse, Übungen und Privatunterricht abrufbar. Alternativ können Token-Pakete gekauft werden. Ähnlich funktioniert Babbel, das zehn Lernsprachen im Repertoire hat. Indonesisch und Türkisch sind noch neu, das Lernangebot ist verglichen mit Englisch und Co. noch mager. Hier wird pro Lernsprache bezahlt - je nach Sprache und Abodauer zwischen rund 6 und 15 €. Wer Business-Englisch lernen will, zahlt am meisten. Dafür sind die Inhalte besonders schön und kurzweilig aufbereitet, Video-und Tonqualität hervorragend. Es gibt Kurse zu Themen wie Grammatik, englische Redewendungen, tausend nützliche Sätze, Zungenbrecher oder Love Letters. Weitere Anbieter Zu den großen Anbietern zählt mit fünf Millionen Nutzern auch Busuu. Auch hier gibt es ein Kostenlos-Premium-Modell sowie die Möglichkeit, mit anderen Lernenden in Kontakt zu treten. Ein kleinerer Anbieter ist Englishtraininglive. Mit 14 bis 19 € pro Monat kann das Angebot mit den Großen kaum mithalten. Pluspunkt sind hier aber die Einstufungstests in Grammatik, Lesen und Hören. Zudem können sich User hier speziell auf Tests vorbereiten. mehr Karriere…
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