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Dialog-backdrop Training für Manager, die in der Öffentlichkeit stehenAn Medientrainern mangelt es in Österreich nicht, ständig komme neue dazu. Was machen die eigentlich und weshalb sollten Manager ihre Hilfe in Anspruch nehmen?
Profiwissen für Manager in der Öffentlichkeit: Marie-Theres Euler-Rolle und Franz Simbürger trainieren Firmenchefs für den (raren) Moment der öffentlichen Aufmerksamkeit FactsMedien-CoachingDer ehemalige ZIB-Moderator Gerald Gross oder die langjährige Radiomoderatorin Daniela Zeller sind nur zwei Beispiele für Journalisten, die Menschen betreuen, die in den Medien stehen. Die Bereiche sind vielfältig, so auch die Bezeichnungen. So wird zwischen Mediencoaching und Medientraining unterschieden.
Franz Simbürger achtet als Mediencoach auf das gesamtheitliche Kommunikationssetting und beobachtet gemeinsam mit dem Kunden, was seine kommunikativen Stärken und Anforderungen sind. Marie-Theres Euler-Rolle ist Mediencoach und Trainerin. Unter Letzterem versteht sie das Trainieren von Mediensituationen, Interviews und Settings, vor allem in Gruppenseminaren. Coaching sieht sie mehr als strategische Kommunikationsberatung - etwa, um Klienten Kernbotschaften zu vermitteln. Zahlreiche Politiker und Wissenschaftler hatte Franz Simbürger als ORF-Fernseh-und Radiojournalist vor dem Mikrofon. Wie jeder gute Journalist achtete er stets darauf, ob Aussagen und Körpersprache des Gegenübers stimmig waren und hakte bei Fehlern oder Unsicherheiten ein. Nach 26 Jahren hat der gebürtige Salzburger kürzlich aber die Seiten gewechselt und unterstützt nun als Senior Coach bei Media Consult vor allem Führungskräfte aus der Wirtschaft bei medialen Auftritten. Ein Konkurrenzverhältnis zu den ehemaligen Kollegen sieht er nicht. "Medien sind Partner, nicht Gegner", betont Simbürger. Das vermittle er seinen Klienten, von denen viele befürchten, dass Reporter etwas aus ihnen herausholen möchten, was sie nicht wollen. Für den Inhalt der Botschaft seien sie jedoch selbst verantwortlich, das Medium nur der Transporteur der Nachricht. Der Fokus der Aufmerksamkeit liege nicht mehr nur auf den klassischen Medien TV, Radio und Zeitung. Auf diese Weise können Äußerungen einer Führungskraft auf einer Veranstaltung am nächsten Tag auf Youtube zu sehen sein. Für die Trainings schlüpft der Mediencoach in einem ausgebauten Fernseh-und Radiostudio auch wieder in die Rolle des Journalisten. Von diesem Job hat er das genaue Zuhören und Fragestellen mitgenommen. Es gehe darum, die kommunikativen Stärken, die jeder mitbringe, überall abrufbar zu machen. Dazu müsse der Klient authentisch sein. Sonst verrate nonverbale Gestik ein falsches Spiel und die Aussage verliere an Glaubwürdigkeit. Die Länge einer Botschaft ist individuell: Sie müsse stimmig sein und dürfe nicht allzu viele Informationen pro Satz enthalten. Inhaltlich kompetent und sympathisch zu wirken sowie eine authentische Körpersprache sind auch für Marie-Theres Euler-Rolle, Inhaberin der Coachingagentur "Am Wort", wichtig. Nicht nur Signale wie unbewusstes Kopfschütteln können Aussagen konterkarieren; für eine glaubwürdige Botschaft müssen auch Stimmlage, Melodie und Betonung stimmen. Die Botschaft selbst soll kurz, klar und prägnant sein und sich an den Bedürfnissen des Zielpublikums orientieren. Euler-Rolle rät ihren Klienten, Negationen wie "kein Skandal" zu vermeiden. Der Fokus der Aufmerksamkeit liege dann erst recht auf dem Wort "Skandal". Eine bildreiche Sprache mit gängigen Motiven bleibe nachhaltig im Gedächtnis. "Bei Auftritten vor Kamera oder Mikrofon kann es zu Lampenfieber kommen, doch die Aufregung sollte man akzeptieren." Euler-Rolle: Bekämpft man diese nicht, wird sie automatisch kleiner, ist die ehemalige ORF-Redakteurin überzeugt. Eine gute Vorbereitung ist in jedem Fall notwendig. Franz Simbürger pflichtet bei: "Ich muss wissen, was ich sagen will, wer mein Zielpublikum ist und welche Funktion ich im Kommunikationsgeschehen habe." Neue Zielgruppen Neben Unternehmen nehmen zunehmend auch Wissenschaftler Medientrainings in Anspruch. "Konkurrenz ist überall, und es ist der kleine Vorteil, ob man gesehen, gehört, gefördert wird", glaubt Euler-Rolle. Das bedeute nicht nur, im sprichwörtlichen Elfenbeinturm zu sitzen, sondern Erkenntnisse Menschen verständlich näherzubringen. Der Rechtfertigungsdruck für Forschungsprojekte steige in der Krise und mache Kommunikation immer notwendiger, betont Simbürger. Das gelte auch für Führungskräfte, die keine Goodies mehr verteilen können und dennoch motivieren müssen. Den Markt in Wien sieht er für gute Coaches noch lange nicht gesättigt. mehr Karriere…
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