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Weiterbildung ganz ohne Schnickschnack

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von Melanie Manner | 10.02.2012 | 00:35

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Weiterbildung ganz ohne Schnickschnack

Seminar. "In 3,5 Stunden lassen sich 85 Prozent eines Tagesseminars unterbringen", verspricht der Innsbrucker Microtraining-Anbieter Christof Bader.

Michael Rathmayr

Stimmstarkes Testimonial: Nadine Beiler macht Werbung für Christof Bader

In 3,5 Stunden alles Notwendige lernen -geht das denn? Ja, behauptet Christof Bader. Er bietet mit seinem Innsbrucker Trainingsunternehmen Syncurator (teil der Curator-Gruppe) sogenannte Microtrainings an. Dort können sich Mitarbeiter über Softskills wie soziale Kompetenz, Motivation und Verkauf schlaumachen. Der Präsenzteil dauert 3,5 Stunden, dazu kommen Vorbereitung durch den Seminarteilnehmer selbst und die Nachbereitung mit dem Quiz "Knowledge-Pulse" auf seinem Bildschirm.

"85 bis 90 Prozent eines Tagesseminars lassen sich auf diese Art unterbringen", verspricht Bader. Als "Lernpopulist" will er aber nicht gelten. "Wir behaupten nicht, dass Microtraining einen zweijährigen Uni-Lehrgang ersetzen können." Wesentlich ist die Auswahl der Trainer - diese müssen sich schließlich kurz fassen können.

Songcontest-Finalistin

Für 15 Teilnehmer kostet ein Lehrgang 1300 €, ein einzelner zahlt 130 €. Doch wer soll diese Microtrainings nutzen? In erster Linie Berufstätige, Leute, die es eilig haben, und Fans von Songcontest-Finalistin Nadine Beiler. Diese ist nämlich Baders Testimonial und schwärmt von "Weiterbildung pur, ganz ohne Schnickschnack." "Wir wollen mit diesem Testimonial ab Jänner verstärkt Lehrlinge ansprechen", sagt Bader.

Nach dem ersten Probejahr mit Trainings in Oberösterreich, Niederösterreich und Tirol expandiert Bader nun nach Südtirol. Das Bildungshaus Kloster Neustift in Brixen hat einen Lizenzvertrag über fünf Jahre unterschrieben.

Hype um Minitraining

Bader ist nicht der Erste, der stark komprimierte Trainings anbietet. "Das klassische Training ist tot. Der Hype um Microlearning ist die Antwort", formuliert es Clemens Stieger, Geschäftsführer des Weiterbildungsanbieters GfP, drastisch. Während früher viele überzeugt waren, drei bis vier Tage Seminardauer seien einfach notwendig, verlangen Kunden jetzt nach kurzen Einheiten. "Offen bieten wir diese aber nicht an."

Über die langfristige Wirksamkeit der Minitrainings ließe sich derzeit noch nichts sagen. Stieger gibt zu bedenken, das diese nur funktionieren, wenn die Vor- und Nachbereitung eingehalten werden. Damit beträgt der Zeitaufwand aber deutlich mehr als 3,5 Stunden. "Und viele sind in klassischen Trainings ja froh, wenn sie weit weg vom Büro abschalten können."

Niklas Tripolt, Chef des Verkaufstrainingsanbieters VBC, ist zwar prinzipiell für "kurz und knackig", 3,5 Stunden seien aber zumindest für Verkäufer nicht praxisgerecht. Das beste Format bestünde aus zwei Tagen. "Es geht ja nicht nur um die Wissensvermittlung." Wichtig sei das gemeinsame Üben.

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1 Kommentar

Eine neue "marketing" Idee

Man könnte auch einfach ein Buch kaufen und zu Hause lesen.

Ein Training ermöglicht Übung mit Feedback - ausprobieren in einen sicheren Umgebung unter Aufsicht. Gerade bei "Soft Skills" Training braucht man Zeit um sich auszutauschen und zu reflektieren.

Kling für mich nach einem Marketing Gag!

Von Gast: Gast: JayLow am 10.02.2012 um 13:47

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