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Dialog-backdrop Wenn Führungskräfte kündigen lernenKarriere. Für viele Manager gehört das Kündigen zu den unangenehmsten Aufgaben ihres Berufs. Das haben auch Seminaranbieter erkannt.
Mitarbeiter zu entlassen und so wieder auf Jobsuche zu schicken, fällt vielen Führungskräften schwer. FactsTippsManagementtrainerin Andrea Schottelius gibt Tipps für eine kultivierte Kündigung:
- Darauf achten, dass vor dem Gespräch mit dem Mitarbeiter keiner der Kollegen von der Kündigung erfährt. - Auf das Gespräch vorbereiten: Welche Faktoren machen die Kündigung unumgänglich? Wie kann man auf mögliche Einwände reagieren? - Ehrlich sein: Niemals die Situation, beschönigen, sondern dem Mitarbeiter ein konstruktives Feedback geben. Die Nachwehen der Finanzkrise haben viele Unternehmen noch immer fest im Griff. Der Mitarbeiterabbau steht im Zuge der Sanierungsprogramme meist ganz oben auf der Liste. Der Technologiekonzern IBM will in Deutschland 8000 Mitarbeiter kündigen, die Schlecker-Insolvenz betrifft europaweit 47.000 Angestellte. Der Energiekonzern Eon plant weltweit 11.000 Arbeitsplätze zu streichen, Telefonnetz-Anbieter Nokia Siemens Networks (NSN) hat vor 17.000 Mitarbeiter zu entlassen. Trennungsmanagement Der massive Arbeitsplatzabbau wirkt sich auch auf die Seminarlandschaft aus. Standen früher Kurse wie „Teamführung erfolgreich gestalten" oder „Mitarbeiter zu mehr Leistung führen" ganz oben auf der Liste, lautet das neue Schlagwort „Trennungsmanagement". Führungskräfte stehen bei der Umsetzung des Personalabbaus tatsächlich vor einer schwierigen Aufgabe. Wie führe ich das Trennungsgespräch? Was passiert, wenn mein Gegenüber Emotionen zeigt? Oder einfach nicht gehen will? Sachlich agieren, auch wenn es emotional wird Antwort auf diese quälenden Fragen, gibt etwa die Outsourcing Fima DBM. Beim Seminar „Trennungsprozesse in Firmen wertschätzend gestalten" (24. Februar 2012, Wien) versuchen drei Experten die Personalverantwortlichen auf ihre Entlassungsgespräche vorzubereiten. Die Herausforderungen in Trennungsgesprächen sind nach Ansicht der Seminaranbieter vor allem folgende: direkt zu kommunizieren, ohne zu verletzen, seinen Standpunkt klar darzustellen, ohne sich zu rechtfertigen, zuzuhören, auch wenn es schwierig wird, und sachlich zu agieren, auch wenn es emotional wird. Die Kosten für das „Kündigungs-Training" belaufen sich auf 495 Euro. Warum Kündungen bisher eher als "learning by doing" betrieben wurden, hängt mit der sensiblen Materie zusammen. „Bewerbungsgespräche werden intensiv geübt, nicht aber Trennungsgespräche, weil das Thema Kündigung zu den Tabuthemen zählt, sagt DBM-Österreich-Geschäftsführer Walter Reisenzein gegenüber der „Kleinen Zeitung". Respektvoller Umgang Damit die Führungskräfte keine schlaflosen Nächte haben, bevor sie Entlassungsgespräche führen müssen, bietet auch das Frankfurter Beratungsunternehmen Raum für Führung (RF/F) Coachings an. „Wir stärken die Führungskräfte für schwierige Gesprächssituationen und leisten einen Beitrag zur Kultur des respektvollen Umgangs in kritischen Situationen", erklärt Michael Riermeier, Geschäftsführer RF/F seime Aufgabe. Die Hauptfehler in Entlassungsgesprächen sieht er in einer ängstlichen, unsicheren Gesprächsführung und fehlender Vorbereitung. Tränen und Wutausbrüche Die Folge sind emotionale Extremsituationen, die von Weinen über stumme Ergebenheit bis hin zu Wutausbrüchen reichen. In jedem Fall erleben Führungskraft und Entlassener einen Umstand, auf den sie niemand vorbereitet hat. Und das wollen die Top-Manager und Personaler auf jeden Fall verhindern. Das spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen des auf Führungsentwicklung spezialisierten Beratungunternehmens wieder: 2010 erwirtschaftete RF/F einen Umsatz von drei Millionen Euro. Kommentare… Kommentar hinzufügen…mehr Karriere…
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Networking-Tipps für introvertierte ManagerBei vielen löst Small Talk oder ein vermeintlich lockerer Umtrunk einen Fluchtimpuls... |
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Farewell Manager von Siemens haben immer Hochsaison
Bei Siemens und nun auch bei NSN gibt nur ein Job das immer sehr gefragt ist, nämlich Farewell Manager. Diese Leute führen das Job aus, nicht mehr gebrauchte MitarbeiterIn in saften Töne zum Gehen zu bewegen. So allein in Siemens Österreich gehen 1.000 Jobs Jahr für Jahr verloren. Eigentlich nicht wirklich verloren, man findet sie wieder, in Osteuropa, Indien: out sourced. So liebe junge Absolventen, wenn Stellenangebote von Siemens kommen, bitte prüft genau. Wenn jemand bereits drin ist, lohnt es sich, aktiv bei Konkurrenten für bessere Karriere und besseres Geld zu wechseln.
Von Gast: Gast: ASVG-Sklave am 02.02.2012 um 22:16
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