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Wenn Manager mit der Macht spielen

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von Kathrin Gulnerits | 20.01.2012 | 00:32

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Wenn Manager mit der Macht spielen

Machtspiele. Bei Machtkämpfen in Unternehmen ist Vorsicht geboten. Wie Alpha-Manager sich durchsetzen, beleuchtet ein aktuelles Seminar.

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Machtspielchen im Unternehmen können durchaus unangenehm werden - doch Übung macht den Meister

Facts

Studie
Keine Lust auf Machtspiele hat laut einer Studie des Beratungsunternehmens Comteam das mittlere Management, also die sogenannten "Sandwich-Manager". Konkurrenzgerangel und knappe Ressourcen machen ihnen demnach das Leben besonders schwer. 54 Prozent gaben an, dass Machtspiele im Kollegenkreis sie belasten, 18 Prozent sogar sehr stark. Über mangelnde Ressourcen klagen 51 Prozent. Befragt wurden 559 Fach-und Führungskräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Druck der Konkurrenz, Gerangel um Prestige und Gunst des CEO, Rangstreitigkeiten: Gelegenheiten für Machtspiele in der Führungsetage gibt es genug - erst recht wenn Reorganisationen, Restrukturierungen, Fusionen oder ein neuer Chef ins Haus stehen. Mit den (oft heiklen) Themen Machtmenschen, Machtmissbrauch und positive Machtausübung beschäftigt sich am 27. und 28. Februar auch ein Seminar von IIR ("Der Code der Mächtigen - Wie Alphatiere sich durchsetzen", Preis 1695 €; www.iir.at).

Auf die Frage, wann sich Manager am besten aus Machtspielen raushalten sollten und wann es angebracht ist, mitzuspielen, antwortet Seminarleiter und Managementexperte Peter Kraft: "Wenn du weißt, was du tust, kannst du tun, was du willst." Er glaubt, dass Männer und Frauen gleichermaßen mit Macht umgehen. "Frauen kippen gegebenenfalls mehr Weichspüler dazu." Kurzum: Sie haben in der Regel einen anderen Führungsstil als Männer. "Die jeweilige Machtausübung bleibt aus meiner Sicht aber vergleichbar", sagt Kraft.

Instinkt der Macht

In seinem zweitägigen Seminar wird auch das Thema Machtausübung behandelt -im Besonderen werden die verschiedenen Machtstrategien von Alpha-Managern beleuchtet. Diese besitzen laut Kraft in der Regel den Instinkt der Macht, können also Massen bzw. Teams (ver) führen, behalten einen klaren Kopf gerade in kritischen Situationen und sind gewohnt, sich auch gegen Widerstand durchzusetzen und zu behaupten.

Ihnen gegenüber stehen Mitläufer - sogenannte Trittbrettfahrer -, loyale Mitarbeiter und Rebellen. "Eine Stütze der Alpha-Manager ist vor allem der loyale Mitarbeiter, der so lange loyal bleibt, wie er die konstruktive Seite der Macht mutmaßlich wahrnehmen kann", erklärt Kraft. Vorsicht ist beim Mitläufer geboten, der in kritischen Momenten gern auf einen anderen Zug aufspringt.

Mehr oder minder gefährlich kann der Rebell für Alpha-Manager werden -er misstraut Autorität und Macht grundsätzlich. Kraft: "Er weiß, dass selbst eine singuläre Niederlage die Macht des Alpha-Managers empfindlich einschränkt und arbeitet meistens erkennbar daran, solche Situationen herbeizuführen."

Doch worin unterscheiden sich eigentlich die verschiedenen Machtstrategien der Alpha-Manager? Wo heißt es aufpassen? "Besondere Vorsicht ist dort geboten, wo ein Alpha-Manager exklusiv an der Vergrößerung seiner eigenen Machtfülle arbeitet, das heißt die Wahlmöglichkeiten der anderen zu ihren Ungunsten und zu seinen Gunsten einschränkt", weiß Kraft aus Erfahrung.

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